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Erstmals in Deutschland: Tropische Segelquallen an der Küste von Sylt angespült

Eine an den Strand gespülte blaue Segelqualle Aktuelle News

Segelquallen wurden Ende August erstmals an der Küste der Nordseeinsel Sylt nachgewiesen.

Ende August machten Beobachter an den Stränden von Sylt eine ungewöhnliche Entdeckung: Erstmals wurden in Deutschland Segelquallen angespült. Die winzigen Meerestiere sind eigentlich in tropischen und subtropischen Breiten beheimatet.

Ungewöhnliche Route über den Atlantik

Segelquallen leben normalerweise auf den offenen Flächen des warmen Atlantiks oder im Mittelmeer. Nach Angaben der Schutzstation Wattenmeer trieb ein Schwarm der Tiere über Schottland und die dänische Westküste bis an die Strände von Sylt.

Für Strandbesucher geht von den Tieren keine Gefahr aus, da ihr Nesselgift für Menschen harmlos ist. Über die genaue Lebensweise der Art ist in der Forschung bislang wenig bekannt.

Steigende Wassertemperaturen in der Nordsee

Biologen werten den Fund als deutliches Signal für die Erwärmung heimischer Gewässer. Steigen die Meerestemperaturen im Zuge des Klimawandels weiter an, dürften sich künftig weitere exotische Meeresbewohner in die Nordsee verirren.

Erstmals in Deutschland: Tropische Segelquallen an der Küste von Sylt angespült

Rainer Borcherding, Meeresbiologe bei der Schutzstation Wattenmeer, bezeichnete die Tiere als „niedliches Naturwunder“, sieht darin jedoch auch ein Warnsignal für das Ökosystem.

Gefahr durch giftige Quallenarten

Mit der anhaltenden Erwärmung der Meere könnten künftig auch gefährlichere Arten den Weg an die deutschen Strände finden.

Sowohl die Portugiesische Galeere als auch die Mittelmeer-Leuchtqualle verfügen über aggressive Nesselgifte. Ein Kontakt mit ihren Tentakeln kann beim Menschen schwere, äußerst schmerzhafte Hautverbrennungen hervorrufen.