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Eskalation in Köln: Vermummte attackieren Polizei mit Stahlkugeln und greifen nach Dienstwaffe

Eskalation in Köln: Vermummte attackieren Polizei mit Stahlkugeln und greifen nach Dienstwaffe Aktuelle News

Eskalation in Köln: Vermummte attackieren Polizei mit Stahlkugeln und greifen nach Dienstwaffe

Bei einer Demonstration des Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ ist es am Samstagnachmittag in Köln zu schweren Ausschreitungen gekommen. Mehrere Tausend Menschen beteiligten sich an dem Protestzug unter dem Motto „Frieden für alle auf der Welt“.

Die Versammlung schlug jedoch schnell in Gewalt um. Die Polizei meldete beschädigte Helme und stellte vor Ort Projektile sicher.

Stahlkugeln und Angriffe auf Einsatzkräfte

Bereits kurz nach Beginn bewarfen teils vermummte Personen ein Bankgebäude mit Farbbeuteln und brannten Pyrotechnik ab. Zudem attackierten Demonstranten Einsatzkräfte mit Schlägen und Tritten und versprühten Löschmittel aus mitgebrachten Feuerlöschern.

Die Polizei stoppte daraufhin eine Gruppe von rund 300 Personen und kesselte diese ein. Aus den Reihen dieser Festgesetzten heraus beschossen Vermummte die Beamten gezielt mit Metallkugeln.

Versuchter Griff nach der Dienstwaffe

Um die Angriffe zu stoppen, setzten die Beamten körperliche Gewalt ein. Während dieses Zugriffs versuchten zwei Teilnehmer, einem Polizisten die Dienstwaffe sowie den Einsatzmehrzweckstock zu entreißen.

Gegen die Beteiligten wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Vorgeschichte des Bündnisses

Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ veranstaltet in Köln parallel ein Protestcamp, das noch bis Sonntag läuft. Für die Demonstration waren nach Angaben der Behörden lediglich 400 Teilnehmer angemeldet gewesen.

Bereits bei der Abschlussdemonstration im Vorjahr war es zu schweren Zusammenstößen gekommen, bei denen 13 Polizisten sowie mindestens neun Demonstranten verletzt wurden. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte nach dem damaligen Einsatz Fehler der Polizei eingeräumt.