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Essiggeruch am Baumstamm: Wenn der Weidenbohrer Ihren Garten erobert

Der Weidenbohrer (Cossus cossus) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Holzbohrer. Aktuelle News

Der Weidenbohrer ist ein Nachtfalter aus der Familie der Holzbohrer.

Ein säuerlicher, essigartiger Geruch in der Nähe Ihrer Gartenbäume ist kein Zufall. Es ist ein Alarmsignal. Häufig deutet dieser Duft auf einen Befall durch den Weidenbohrer (Cossus cossus) hin, dessen Raupen sich unbemerkt tief in das Holz fressen.

Woran Sie den Befall erkennen

Neben dem markanten Geruch gibt es weitere klare Anzeichen. Laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sind kreisrunde Löcher in der Rinde ein typisches Indikator-Merkmal.

Die Schädlinge selbst sind nicht zu übersehen: Die Raupen erreichen eine beachtliche Größe und fallen durch ihre auffällige rot-gelbe Färbung auf.

Warum der Weidenbohrer gefährlich ist

Die Zerstörung erfolgt oft schleichend über mehrere Jahre. Die Weibchen legen ihre Eier geschützt in Rindenspalten ab. Sobald die Larven schlüpfen, graben sie sich in das Innere des Stammes und höhlen diesen schrittweise aus.

Essiggeruch am Baumstamm: Wenn der Weidenbohrer Ihren Garten erobert

Dieser langfristige Fraß gefährdet die Stabilität des Baumes massiv. Durch die inneren Schäden drohen Astbrüche. Zudem öffnen die Fraßgänge Tür und Tor für holzzersetzende Pilze, die den Baum weiter schwächen und im schlimmsten Fall zum Absterben führen können.

Gezieltes Handeln statt Chemie

Chemische Insektizide sind gegen den Weidenbohrer nicht das Mittel der Wahl. Bei einem begrenzten Befall an Jungbäumen oder einzelnen Ästen ist ein großzügiger Rückschnitt des betroffenen Holzes die effektivste Methode.

  • Entsorgen Sie das befallene Schnittgut zwingend im Hausmüll oder verbrennen Sie es, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
  • Als biologische Unterstützung kann eine Brühe aus Quassia-Seife punktuell auf die Rinde aufgetragen werden.

Wichtig zu wissen: Es besteht keine behördliche Meldepflicht für den Befall durch den Weidenbohrer.