Estland ist das beste Ziel für Auswanderer 2026: Doch zieht es wirklich jemanden dorthin?
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Singapur belegt den zweiten Platz im aktuellen Rumavi-Ranking.
Wer plant, sein Leben im Ausland neu zu beginnen, findet in Estland laut dem aktuellen „Rumavi Global Relocation Index“ die besten Voraussetzungen für das Jahr 2026. Die unabhängige Immobilienberatungsplattform bewertete für ihr Ranking 192 Länder anhand von 24 Kriterien, darunter Lebensqualität, Sicherheit, Gesundheitsversorgung sowie wirtschaftliche Perspektiven.
Die globale Spitze: Estland vor Südostasien
Mit 72,8 Punkten sichert sich das nordeuropäische Land mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern den Spitzenplatz. Dicht dahinter folgen mit Singapur (72,6 Punkte) und Malaysia (72,0 Punkte) zwei Schwergewichte aus Südostasien. Der Abstand zwischen den drei Führenden ist minimal.
Singapur belegt den zweiten Platz im aktuellen Rumavi-Ranking.
Hier sind die Top 10 der attraktivsten Länder für 2026:
- 1. Estland
- 2. Singapur
- 3. Malaysia
- 4. Portugal
- 5. Taiwan
- 6. Litauen
- 7. Hongkong
- 8. Sankt Kitts und Nevis
- 9. Tschechien
- 10. Malta
Portugal verliert den Spitzenplatz
Das Ranking zeigt eine deutliche Verschiebung: Portugal, im Vorjahr noch auf Rang eins, ist auf Platz vier abgerutscht.

Portugal ist im aktuellen Ranking der besten Auswandererländer auf Platz vier gefallen.
Digitale Vorreiterrolle versus Realität
Estlands Erfolg im Index basiert vor allem auf seiner modernen digitalen Infrastruktur. Das E-Residency-Programm, das Unternehmern die Verwaltung ihrer EU-Geschäfte komplett online ermöglicht, gilt als beispielhaft.
Doch zwischen Theorie und Praxis klafft eine Lücke: Die staatlichen Daten Estlands zeichnen ein anderes Bild. Im Jahr 2025 zogen lediglich 15.212 Personen in das Land, während 18.014 Menschen Estland verließen. Dies entspricht einer negativen Nettozuwanderung von 2.802 Personen – ein Trend, der seit mehr als zehn Jahren nicht mehr vorkam.
Wo die meisten Migranten tatsächlich leben
Das Rumavi-Ranking misst die Attraktivität von Rahmenbedingungen, nicht das tatsächliche Migrationsvolumen. Laut UN-Daten von 2024 führen weiterhin andere Nationen die Liste der beliebtesten Anlaufpunkte an:
- USA: 52,4 Millionen internationale Migranten
- Deutschland: 16,8 Millionen
- Saudi-Arabien: 13,7 Millionen
- Großbritannien: 11,8 Millionen
- Frankreich: 9,2 Millionen
- Spanien: 8,9 Millionen
- Kanada: 8,8 Millionen
- Vereinigte Arabische Emirate: 8,2 Millionen


