Ex-US-General warnt vor Katastrophe: Bis zu 15 Stützpunkte am Golf bedroht
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Die US-Streitkräfte stehen im Einsatzraum am Persischen Golf vor massiven logistischen Herausforderungen.
Der frühere US-Vier-Sterne-General Barry McCaffrey schlägt angesichts des Konflikts mit dem Iran Alarm. Die US-Streitkräfte befänden sich in einer „strategischen Katastrophe ohne Verbündete oder die Unterstützung des amerikanischen Volkes“, schrieb der Militärexperte auf der Plattform X.
McCaffrey diente 32 Jahre in der US-Armee, nachdem er 1964 die Militärakademie in West Point abgeschlossen hatte. 1996 schied er aus dem aktiven Dienst aus.
Seine Einschätzung deckt sich mit aktuellen Stimmungswerten aus den USA. In einer Erhebung von Economist und YouGov bewerteten 57 Prozent der befragten US-Bürger das militärische Vorgehen gegen den Iran als falsch, lediglich 25 Prozent stuften es als richtig ein.
Verwundbare Nachschublinien und zerstörte Basen
Das zentrale Problem der US-Operationen liege nicht auf See, sondern an Land, analysiert McCaffrey. Zwar verfügen die USA mit rund 20 Kriegsschiffen und zwei Flugzeugträgern weiterhin über ein schlagkräftiges Potenzial auf offener See, das für den Iran nur schwer aufzuspüren und anzugreifen sei.
Ganz anders stelle sich die Situation jedoch an Land dar. Durch Angriffe iranischer Drohnen und ballistischer Raketen seien US-Stützpunkte von Heer, Marine und Luftwaffe am Persischen Golf weitgehend unbrauchbar geworden. Washington könnte laut McCaffrey den Zugriff auf bis zu 15 Stützpunkte in der Region dauerhaft verloren haben.

Ausweichrouten über Diego Garcia
Infolge der Ausfälle müssen die Versorgungswege drastisch umstrukturiert werden. Die Navy weicht für ihren Nachschub unter anderem auf Stützpunkte auf den Philippinen sowie auf das Atoll Diego Garcia im Indischen Ozean aus.
Teile der US-Luftwaffe werden nach Einschätzung des Ex-Generals in den Westen Saudi-Arabiens sowie nach Südeuropa verlegt. Gleichzeitig sollen die Raketenstellungen des Heeres verstärkt werden.
Die abgelegene Inselbasis Diego Garcia rückt damit weiter in den strategischen Fokus, gerät jedoch ebenfalls unter Druck: Nach Berichten des finnischen Portals „Verkkouutiset“ versuchte Teheran bereits im März, die dortigen Einrichtungen mit zwei Mittelstreckenraketen zu treffen, verfehlte das Ziel jedoch.
