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Fährunglück vor Zypern: Mindestens 8 Tote und 18 Vermisste nach Kenterung mit 267 Menschen

Rettungskräfte im Einsatz auf dem Meer vor Zypern Aktuelle News

Rettungskräfte suchen nach dem Schiffsunglück vor Zypern nach Überlebenden.

Vor der Küste der Insel Zypern hat sich eine schwere Schiffskatastrophe ereignet. Ein zweistöckiger Katamaran mit insgesamt 267 Personen an Bord kenterte kurz nach dem Verlassen des Hafens von Kyrenia (Girne). Mindestens acht Passagiere kamen ums Leben.

Die Fähre befand sich auf dem Weg in die südtürkische Hafenstadt Mersin, als plötzlich Wasser in den Rumpf drang. Einsatzkräfte retteten den Großteil der 259 Passagiere, doch nach 18 Vermissten wird weiter gesucht.

Kapitän und gesamte Besatzung festgenommen

Die nordzyprischen Behörden reagierten unmittelbar auf das Unglück. Der Kapitän sowie sieben weitere Besatzungsmitglieder wurden festgenommen.

Der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel kündigte lückenlose Ermittlungen an. Jeder Aspekt der Havarie werde untersucht, um festzustellen, ob Fahrlässigkeit vorlag.

Das Wrack der Fähre liegt laut Verkehrsminister Erhan Arikli in mehr als 500 Metern Tiefe. Einsatztaucher versuchen, den Schiffsdatenschreiber zu bergen, um die genaue Ursache für den plötzlichen Wassereinbruch zu rekonstruieren.

Fährunglück vor Zypern: Mindestens 8 Tote und 18 Vermisste nach Kenterung mit 267 Menschen

Chaos und Panik im Passagierraum

Überlebende schildern dramatische Momente an Bord. Laut dem Passagier Efe Mültici herrschte starker Wellengang, als Passagiere im unteren Deck Wasser bemerkten und die Besatzung aufforderten umzukehren.

Das Schiff neigte sich daraufhin schlagartig zur Seite. Unter Deck brach Panik aus, Menschen suchten nach Rettungswesten oder versuchten, Fenster einzuschlagen, um ins Freie zu gelangen.

Großangelegte Rettungsaktion auf offener See

Aufnahmen zeigten Menschen in Schwimmwesten, die sich an Teile des gekenterten Rumpfes klammerten, während Hubschrauber über der Unglücksstelle kreisten. Angehörige der Reisenden versammelten sich vor dem Krankenhaus in Kyrenia, um Informationen über den Zustand der Geretteten zu erhalten.

Beileidsbekundungen kamen von offiziellen Stellen beider Seiten der geteilten Insel sowie aus Ankara. Sowohl der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis als auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprachen den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl aus.