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Fall Fabian aus Güstrow: 1.000 Spuren und 6 Messerstiche führen zur Festnahme

Ermittlungen im Tötungsfall des Grundschülers Fabian aus Güstrow Aktuelle News

Ermittlungen nach dem gewaltsamen Tod des Grundschülers Fabian aus Güstrow.

Vermisstenfall endete nach vier Tagen im Wald von Klein Upahl

Der Grundschüler Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern galt seit dem 10. Oktober 2025 als vermisst. Vier Tage lang suchten Einsatzkräfte mit Spürhunden, Booten und einem Hubschrauber nach dem Kind.

Am 14. Oktober entdeckte eine Spaziergängerin die Leiche des Jungen in einem Waldstück nahe Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian gewaltsam getötet und anschließend mit Brandbeschleuniger in Brand gesteckt worden war.

Fabian war am Tag seines Verschwindens wegen Unwohlseins zu Hause geblieben, während seine Mutter arbeitete. Als sie zurückkehrte, fehlte von dem sonst als sehr zuverlässig geltenden Jungen jede Spur. Gegen 20.30 Uhr erstattete die Mutter Vermisstenanzeige.

Todesursache und Rekonstruktion des Tattages

Die getrennt lebenden Eltern teilten sich den Kontakt zu Fabian, der bei seiner Mutter in Güstrow lebte. Zunächst stand die Vermutung im Raum, der Schüler könnte auf dem Weg zu seinem Vater gewesen sein, der in einem südlich gelegenen Dorf wohnt.

Die rechtsmedizinischen Untersuchungen widerlegten diese Hoffnung rasch. Fabian starb bereits am 10. Oktober zwischen 11.00 und 15.00 Uhr an den Folgen von mindestens sechs Messerstichen – viele Stunden vor Eingang des Notrufs bei der Polizei.

Fall Fabian aus Güstrow: 1.000 Spuren und 6 Messerstiche führen zur Festnahme

Schwierige Wahrheitssuche: Warum wurde Fabian getötet?
Schwierige Wahrheitssuche im Fall des getöteten Schülers Fabian.

Großrazzia und Festnahme nach Hinweisen aus „Aktenzeichen XY“

Die Kriminalpolizeiinspektion Rostock richtete umgehend eine Mordkommission ein und untersuchte den Fundort mehrfach akribisch. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gingen die Beamten rund 1.000 verschiedenen Hinweisen nach.

Eine entscheidende Wende brachte die Ausstrahlung in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ am 5. November, woraufhin mehr als 30 konkrete Hinweise aus der Bevölkerung eingingen.

Bereits am Folgetag rückten rund 120 Einsatzkräfte im Landkreis Rostock aus, um mehrere Objekte in Reimershagen und im Ortsteil Rum Kogel zu durchsuchen. Dabei verhaftete die Polizei eine 30-jährige Frau unter dringendem Mordverdacht und sicherte Beweismaterial.

Ein Antrag ihres Verteidigers auf Aufhebung des Haftbefehls blieb erfolglos. Der Anwalt hatte argumentiert, es gebe keine stichhaltigen Beweise in den Akten und die Tatwaffe fehle weiterhin.