FBI beschlagnahmt über 560.000 Dollar in Krypto: Schlag gegen Hamas-Finanznetzwerk
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FBI beschlagnahmt über 560.000 Dollar in Krypto: Schlag gegen Hamas-Finanznetzwerk
US-Behörden haben Kryptowährungen im Gesamtwert von mehr als 560.000 US-Dollar beschlagnahmt. Das digitale Geld war nach Erkenntnissen des Justizministeriums für die militante Organisation Hamas bestimmt.
Neben dem Einfrieren der Wallet-Guthaben übernahmen die Bundesermittler die Kontrolle über mehrere Webseiten und Kommunikationskanäle. Diese Plattformen dienten der Organisation zur Rekrutierung und Spendensammlung.
Ermittler erbeuten Daten von Tausenden Spendern
Durch die Beschlagnahmung der Server und Internet-Domains sicherte das FBI umfangreiche Datensätze. Die Ermittler erhielten dadurch Einblick in die Identitäten von Tausenden Menschen, die mit der Hamas in Kontakt getreten waren, um Zahlungen abzuwickeln.
US-Staatsanwältin Jeanine Pirro richtete eine deutliche Warnung an die Organisation: Die digitalen Netzwerke seien keineswegs sicher, Verschlüsselungen angreifbar und die Operationen würden fortgesetzt, bis die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gruppe zerschlagen sei.
Spendenaufrufe liefen seit 2019 über Telegram
Laut behördlichen Dokumenten experimentierte der militärische Flügel der Hamas, die Qassam-Brigaden, bereits Anfang 2019 mit Krypto-Zahlungen. Auf eigenen Internetseiten und Telegram-Kanälen wurden damals detaillierte Anleitungen für anonyme Einzahlungen veröffentlicht.
Ein entscheidender Hinweis aus den USA brachte den Stein schließlich ins Rollen: Eine Informantin stieß auf einen Telegram-Post, der zu Spenden an eine verknüpfte E-Mail-Adresse aufrief, und meldete diesen den Behörden.
Kryptowährungen bieten keinen Schutz vor Strafverfolgung
Die Aktion zeigt, dass digitale Transaktionen für Strafverfolger keineswegs unsichtbar sind. FBI-Vizedirektor Brett Leatherman betonte, die Behörde werde sämtliche Instrumente nutzen, um den Missbrauch von Krypto-Netzwerken zur Terrorismusfinanzierung zu unterbinden.
Die US-Justiz kündigte bereits weitere Schritte an, um Geldflüsse der militanten Organisation auf allen digitalen Kanälen systematisch zu kappen.
