Fett oder Zucker: Warum der Low-Fat-Trend seit den 1960er-Jahren scheiterte
Aktuelle News
Eine Frau sitzt in einem Café und isst einen Donut.
Eine Frau sitzt in einem Café und isst einen Donut.
Ernährungswissenschaftler debattieren seit Jahrzehnten darüber, welcher Bestandteil der Nahrung das größte Risiko für Übergewicht birgt. Die gängige Einteilung in einfache Schuldige greift dabei zu kurz.
Der folgenreiche Wandel seit den 1960er-Jahren
In den 1960er-Jahren deklarierten Mediziner und Behörden Nahrungsfette zum primären Verursacher von Gewichtszunahme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Lebensmittelindustrie reagierte flächendeckend mit fettreduzierten Produkten.
Supermarktregale füllten sich mit Magerstufen und vermeintlich leichten Alternativen. Trotz des Verzichts auf Butter und Vollfettartikel stiegen die Raten von Adipositas und Diabetes weltweit massiv an.
Veränderte Erkenntnisse der Stoffwechselforschung
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Fett im Körper differenzierter wirkt als lange angenommen. Während Fett allein nicht automatisch zu einer Zunahme führt, rückt der Einfluss von Zucker und isolierten Kohlenhydraten stärker in den Fokus.
Die physiologischen Reaktionen auf verschiedene Makronährstoffe hängen maßgeblich von Hormonsignalen, Sättigungseffekten und dem Verarbeitungsgrad der verzehrten Lebensmittel ab.

