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FIFA-Präsident Gianni Infantino tritt 2027 trotz UEFA-Krise zur Wiederwahl an

FIFA-Präsident Gianni Infantino tritt 2027 trotz UEFA-Krise zur Wiederwahl an Aktuelle News

FIFA-Präsident Gianni Infantino tritt 2027 trotz UEFA-Krise zur Wiederwahl an

Gianni Infantino strebt eine weitere Amtszeit an der Spitze des Weltfußballverbands an. Eine FIFA-Sprecherin bestätigte, dass der 56-Jährige bei der kommenden Wahl antreten wird.

Zuvor hatte Infantino am Rande des Eröffnungsspiels der U20-Frauen-Weltmeisterschaft im polnischen Katowice direkte Nachfragen zu seiner Zukunft noch mit einem Lächeln und gehobenem Daumen abgewehrt. Am Folgetag beseitigte der Verband schließlich die Unklarheiten und bekräftigte seine bereits im April geäußerte Absicht für 2027.

Widerstand aus Europa und Streit um Investoren

Infantino amtiert seit 2016 als FIFA-Präsident und steht derzeit vor der schwersten Krise seiner bisherigen Amtszeit. Auslöser für die weltweite Empörung waren Pläne, private Investoren an künftigen WM-Geschäften zu beteiligen. Obwohl dieses Vorhaben inzwischen zurückgezogen wurde, bleibt der Unmut groß.

Die europäische Fußball-Union UEFA formiert offenen Widerstand gegen die Fortsetzung seiner Amtszeit. UEFA-Chef Aleksander Čeferin gilt als einer der profiliertesten Gegenspieler Infantinos, schloss eine eigene Gegenkandidatur jedoch aus. Bewerbungen für die Präsidentschaft können noch bis zum 18. November eingereicht werden, bevor der FIFA-Kongress im kommenden März über die Führung entscheidet.

Drohendes Strafverfahren und juristischer Gegenangriff

Der Konflikt spitzt sich auch auf rechtlicher Ebene zu. Die UEFA bereitet wegen der umstrittenen Investorenpläne Schritte für ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung vor. Dabei steht die mutmaßliche Verletzung von Vermögenspflichten zum Nachteil der Organisation im Raum.

Eine offizielle Anklage existiert bislang nicht, und Infantino weist sämtliche Vorwürfe von Rechtsbrüchen zurück. Als Gegenreaktion schaltete die FIFA ihrerseits die US-Justiz ein und wirft den europäischen Verbänden eine gezielte Verleumdungskampagne vor.