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FIFA-Wahl 2027: Trotz UEFA-Druck und Ermittlungsdrohung tritt Gianni Infantino erneut an

FIFA-Wahl 2027: Trotz UEFA-Druck und Ermittlungsdrohung tritt Gianni Infantino erneut an Aktuelle News

FIFA-Wahl 2027: Trotz UEFA-Druck und Ermittlungsdrohung tritt Gianni Infantino erneut an

FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl. Trotz anhaltender Kritik und massivem Gegenwind aus Europa bestätigte der Weltfußballverband die erneute Kandidatur des 56-Jährigen.

Eine FIFA-Sprecherin stellte klar, dass Infantinos bereits im April angekündigte Pläne für den Urnengang unverändert bleiben. Die Bewerbungsfrist für das Spitzenamt läuft bis zum 18. November.

Klare Ansage nach Auftritt in Polen

Noch am Wochenende hatte Infantino Fragen zu seinen Ambitionen offen gelassen. Beim Eröffnungsspiel der U20-Weltmeisterschaft der Frauen im polnischen Katowice, wo die Gastgeberinnen Argentinien mit 3:0 schlugen, wich er Journalistenfragen zunächst mit einer Geste aus.

Er kündigte vor Ort an, sich zu gegebener Zeit äußern zu wollen. Nur einen Tag später folgte das offizielle Statement des Verbandes, das alle Zweifel an seinem Antreten beseitigte.

Machtkampf zwischen FIFA und UEFA

Infantino, der die FIFA seit 2016 leitet, befindet sich in der schwersten Krise seiner Amtszeit. Auslöser waren Pläne, externe Investoren in künftige WM-Geschäfte einzubinden, die in der Branche auf heftigen Widerstand stießen.

Die Pläne wurden zwar wieder zurückgezogen, doch das Verhältnis zu den europäischen Spitzenfunktionären gilt als zerrüttet. Die UEFA unter Präsident Aleksander Ceferin will eine weitere Amtszeit des Schweizer Funktionärs verhindern, auch wenn Ceferin selbst nicht als Gegenkandidat antreten wird.

Drohendes Strafverfahren wegen Investorendeal

Die europäische Fußball-Union bereitet infolge der Investorenpläne rechtliche Schritte gegen Infantino vor. Im Raum steht der Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung.

Eine offizielle Anklage existiert bisher nicht, und Infantino weist alle Vorwürfe eines Rechtsverstoßes zurück. Die FIFA schaltete zuletzt die US-Justiz ein und sprach von einer gezielten Verleumdungskampagne durch europäische Funktionäre.