Fluffige Pfannkuchen: 1 Esslöffel Zitronensaft sorgt laut Forschern für perfekten Teig
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Pfannkuchen gelingen durch die gezielte chemische Reaktion von Säure und Natron besonders luftig.
Klassische Pfannkuchen bestehen meist nur aus Mehl, Eiern und Milch. Wer jedoch ein besonders fluffiges und aromatisches Ergebnis erzielen möchte, sollte die biochemischen Prozesse hinter der Teigzubereitung kennen.
Die chemische Formel für maximales Volumen
Für eine lockere Konsistenz ist das Zusammenspiel aus einer Säure und einer basischen Komponente entscheidend. Laut dem Chemiker Dr. Simon Cotton von der University of Birmingham reagieren Stoffe wie Buttermilch oder Zitronensaft mit Natron und setzen gasförmiges Kohlendioxid frei.
Diese Gasbläschen dehnen sich bei Hitzezufuhr aus und lassen den Teig aufgehen. Wissenschaftler der American Chemical Society empfehlen als Faustregel etwa einen Esslöffel Zitronensaft pro Tasse Milch in Kombination mit etwas Natron.
Zusätzlich beigegebene geschmolzene Butter verbessert nicht nur den Geschmack, sondern begünstigt auch eine gleichmäßige goldbraune Bräunung. Wer hingegen Backpulver nutzt, greift auf eine Mischung zurück, die bereits beide Komponenten enthält – hier entscheidet das genaue Maß, um einen seifigen Nachgeschmack zu vermeiden.
Wer dünne Crêpes oder flache Pfannkuchen bevorzugt, sollte auf die Kombination aus Natron und Säure verzichten. Die zusätzliche Gasbildung würde die Teigfladen sonst unerwünscht dick machen.
Glutenbildung durch zu langes Rühren verhindern
Ein häufiger Fehler beim Anrühren ist übermäßiges Schlagen des Teigs. Wird die Masse zu intensiv bearbeitet, vernetzen sich die Glutenstrukturen des Mehls zu stark.

Das Ergebnis ist ein zäher, gummiartiger Pfannkuchen. Ein leicht klumpiger Teig liefert nach dem Ausbacken eine deutlich luftigere Struktur als eine perfekt glattgerührte Masse.
Der Einfluss des Flüssigkeitsanteils
Auch das Verhältnis der Flüssigkeit beeinflusst das Backverhalten. Untersuchungen des University College London zeigen, dass ein höherer Wasser- oder Milchanteil im Teig wie ein Hitzepuffer wirkt.
Dadurch gart der Pfannkuchen gleichmäßiger durch und das Risiko eines schnellen Anbrennens sinkt.
Die richtige Pfanne und kontrollierte Hitze
Beim Ausbacken ist eine schwere, flache Pfanne aus Gusseisen oder mit robuster Beschichtung ideal, da sie die Wärme stabil hält. Gebacken wird ausschließlich bei mittlerer Hitze mit minimalem Fett- oder Buttereinsatz.
Die Pfanne muss heiß genug sein, damit der Teig in unter einer Minute Farbe annimmt, darf ihn außen aber nicht verbrennen, während das Innere noch roh ist. Ein kleiner Teigklecks dient als verlässlicher Indikator: Sobald er sanft brutzelt und zügig bräunt, ist die Temperatur optimal.
