Formel 1 in Monza: Erste Pole nach 9 Jahren – Gasly schlägt Russell um 0,06 Sekunden
Aktuelle News
Formel 1 in Monza: Erste Pole nach 9 Jahren – Gasly schlägt Russell um 0,06 Sekunden
Große Überraschung beim Großen Preis von Italien: Alpine-Fahrer Pierre Gasly hat sich im Qualifying von Monza die erste Pole-Position seiner Formel-1-Karriere gesichert. Der Franzose setzte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,06 Sekunden gegen George Russell im Mercedes durch.
Gasly zeigte sich am Boxenfunk überwältigt: „Es fühlt sich unglaublich an. Neun Jahre lang habe ich versucht, eine Pole-Position einzufahren. Das ist wirklich etwas Besonderes.“ Er habe sich im Auto durchgehend wohlgefühlt und in jeder Session zulegen können.
Russell verriet nach dem Qualifying eine Anekdote abseits der Strecke. Nur eine Viertelstunde vor dem Start hatten beide noch eine Partie Schach gespielt. „Da habe ich noch gesagt, dass ich ihn im Qualifying schlage. Und jetzt hat er mich wieder matt gesetzt“, so der Brite.
Oscar Piastri fuhr im McLaren zwar die drittbeste Zeit (+0,18 Sekunden), wurde jedoch wegen einer Behinderung von Liam Lawson um drei Plätze strafversetzt. Davon profitiert Ferrari beim Heimspiel: Charles Leclerc rückt auf Startplatz drei vor, gefolgt von Lewis Hamilton auf Rang vier. Max Verstappen startet im Red Bull von Rang fünf.
Pierre Gasly feiert das Ergebnis im Qualifying von Monza.
Strafversetzung wirft WM-Leader Antonelli zurück
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli beendete das Zeittraining als Siebter, geht am Sonntag jedoch von Platz 20 ins Rennen. Wegen des Einbaus eines fünften Verbrennungsmotors sowie neuer Kontrollelektronik und Energiespeicher kassierte der Meisterschaftsführende eine kumulierte Strafversetzung von 30 Plätzen.
Antonelli führt das WM-Klassement mit 59 Zählern Vorsprung auf Russell und Hamilton an. „In gewisser Weise hilft es, den Druck zu nehmen“, erklärte der 20-Jährige. Das Ziel sei nun, trotz des Starts aus den hinteren Reihen noch in die Punkte zu fahren.
Nico Hülkenberg stellte seinen Audi auf den zwölften Rang. Der Deutsche sprach von einer schwierigen Session: „Es war recht schwierig, alles korrekt zu timen.“
Schumacher-Hommage und Windschatten-Schlachten
Ferrari tritt in Monza mit einer Sonderlackierung an. Das Design erinnert an den Ferrari F310 aus der Saison 1996, mit dem Michael Schumacher seine ersten drei Rennsiege für die Scuderia feierte – darunter auch den Triumph im königlichen Park.
Für das Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs erwarten die Fahrer enge Duelle und taktische Spielchen beim Energiemanagement. Leclerc betonte: „Auf einer Strecke wie dieser ist das Überholen sicher ein großes Thema, wir werden wahrscheinlich auch etwas Jojo-Racing sehen.“
Die Startaufstellung für Monza im Überblick
- 1. Pierre Gasly (Alpine)
- 2. George Russell (Mercedes)
- 3. Charles Leclerc (Ferrari)
- 4. Lewis Hamilton (Ferrari)
- 5. Max Verstappen (Red Bull)
- 6. Oscar Piastri (McLaren)*
- 7. Franco Colapinto (Alpine)
- 8. Lando Norris (McLaren)
- 9. Arvid Lindblad (Racing Bulls)
- 10. Gabriel Bortoleto (Audi)
- 11. Oliver Bearman (Haas F1)
- 12. Nico Hülkenberg (Audi)
- 13. Carlos Sainz (Williams)
- 14. Esteban Ocon (Haas F1)
- 15. Yuki Tsunoda (Racing Bulls)
- 16. Valtteri Bottas (Cadillac)
- 17. Sergio Perez (Cadillac)
- 18. Fernando Alonso (Aston Martin)
- 19. Lance Stroll (Aston Martin)
- 20. Kimi Antonelli (Mercedes)*
- 21. Alexander Albon (Williams)*
- 22. Liam Lawson (Red Bull)*
*Startplatzstrafe angewendet

