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Formel 1 plant Distanz-Kürzung: Grands Prix schrumpfen von 305 auf 290 Kilometer

Formel 1 plant Distanz-Kürzung: Grands Prix schrumpfen von 305 auf 290 Kilometer Aktuelle News

Formel 1 plant Distanz-Kürzung: Grands Prix schrumpfen von 305 auf 290 Kilometer

Die Formel 1 steht vor einer spürbaren Reform der Renndistanzen. Die maximale Distanz aller Grands Prix soll von bislang 305 Kilometern auf künftig 290 Kilometer gesenkt werden.

Auch der Große Preis von Monaco, der wegen des engen Stadtkurses bisher auf 260 Kilometer begrenzt ist, dürfte entsprechend eingekürzt werden. Die Rennställe haben dem Vorschlag per E-Mail bereits mehrheitlich zugestimmt. Die formelle Bestätigung durch den Motorsport-Weltrat (WMSC) steht noch aus.

Motorenverteilung zwingt zum Umdenken

Hintergrund der Maßnahme ist das künftige Motorenreglement. Die ursprünglich anvisierte 50:50-Leistungsverteilung zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb sorgte für erhebliche Kritik.

Um die Batterie im Rennen ausreichend nachzuladen, drohte ein unnatürliches Fahrverhalten mit veränderten Brems- und Beschleunigungsphasen. Die Verantwortlichen einigten sich daraufhin darauf, für 2028 ein Verhältnis von 60:40 zugunsten des Verbrenners festzulegen. Als Zwischenschritt soll eine Verteilung von 58:42 greifen.

Gewichtsprobleme verhindern größere Kraftstofftanks

Der stärkere Fokus auf den Verbrennungsmotor erfordert einen höheren Benzindurchfluss und führt zu einem gesteigerten Kraftstoffverbrauch. Ein größeres Tankvolumen gilt jedoch als problematisch, da das Fahrzeuggewicht in der Königsklasse weiterhin ein kritischer Faktor ist.

Um das Gewicht nicht durch zusätzliche Benzinmengen in die Höhe zu treiben, entschieden sich die Regelhüter für den Schritt, die Renndauer über die Kilometerzahl zu regulieren.

Einheitliche Distanz für den gesamten Kalender

Ursprüngliche Überlegungen sahen vor, nur jene Strecken zu verkürzen, auf denen der Verbrauch besonders hoch ist. Um wiederkehrende Grundsatzdebatten an einzelnen Rennwochenenden zu vermeiden, einigte man sich auf eine generelle Anpassung.

Historisch ist ein solcher Eingriff nicht beispiellos: Bereits in der Saison 1958 reduzierte die Formel 1 die damalige Renndistanz drastisch von 500 auf 300 Kilometer.