Für 225 Euro im Monat: 21-Jähriger baut Schuppen zum Tiny House um
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Aus einem einfachen Schuppen entstand ein vollwertiger Wohnraum mit minimalen Fixkosten.
Steigende Mietkosten veranlassten den 21-jährigen US-Amerikaner Stan zu einem radikalen Schritt: Er gab seine Zwei-Zimmer-Wohnung auf und zog in einen alten Geräteschuppen auf dem Familiengrundstück. Diesen baute er 2023 in Eigenregie zu einem vollwertigen Tiny House um.
Seine monatlichen Fixkosten für Wasser, Strom und Internet belaufen sich seither auf lediglich 262 US-Dollar (rund 225 Euro).
Schuppen-Umbau statt Mietbelastung
Der Geräteschuppen stand bereits auf dem Grundstück – Stans Vater hatte ihn Jahre zuvor für etwa 12.000 US-Dollar (ca. 10.326 Euro) gekauft. Als der Sohn den Vorschlag machte, das ungenutzte Gebäude in Wohnraum umzuwandeln, willigte der Vater sofort ein.
Das Areal hat eine lange Historie: Es gehörte einst Stans Ur-Ur-Großvater Ekos Wilkins, der dort als Landwirt arbeitete und den Grundbesitz testamentarisch in der Familie sicherte.
In den USA fällt ein solches Grundstück unter die Rechtsform „Heirs’ Property“. Dabei geht Land generationenübergreifend an die Erbengemeinschaft über, was einen Verkauf an Dritte verhindert, die formale Verwaltung durch die wachsende Zahl an Erben jedoch oft erschwert.
Eigenleistung spart tausende Euro
Vor Baubeginn erwarb Stan eine offizielle Baugenehmigung für 500 US-Dollar (rund 430 Euro). Für das restliche Baumaterial fielen weitere 3.000 bis 4.000 US-Dollar (circa 2.580 bis 3.440 Euro) an.

Gemeinsam mit seinem Vater installierte er innerhalb von drei bis vier Monaten die Dämmung, den Trockenbau sowie die Sanitär- und Stromleitungen.
Das fertige Mini-Haus verfügt über eine Küche, ein Duschbad mit Glaskabine, ein Queensize-Bett und zusätzlichen Stauraum im Dachbereich. Durch den Wegfall klassischer Mietzahlungen nutzt Stan die Ersparnis gezielt für den Vermögensaufbau.
Der Bau eines Tiny Houses bringt auch Herausforderungen mit sich.
Hürden beim Leben auf kleinem Raum
Trotz der geringen Unterhaltskosten ist das Wohnmodell nicht für jedes Lebensmodell geeignet. Auf wenigen Quadratmetern stoßen vor allem Familien schnell an Platzgrenzen.
Zudem stellen Baurecht und behördliche Zulassungen oft strikte Bedingungen an dauerhaft genutzten Wohnraum in Kleinstgebäuden. Neben statischen Vorgaben erfordert auch der Alltag im Tiny House Kompromissbereitschaft hinsichtlich Stauraum und Wohnkomfort.

