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Fund in Athen: Baby mit mindestens 10 Messerstichen in Koffer entdeckt – Deutsche Mutter (38) in Haft

Einsatzkräfte der griechischen Polizei Aktuelle News

Die griechische Polizei ermittelt nach dem Leichenfund in Athen.

In einer Ferienwohnung im Athener Stadtteil Kypseli machten Einsatzkräfte der griechischen Polizei eine grausame Entdeckung: In einem Koffer lag der tiefgefrorene Leichnam eines erst acht bis neun Monate alten Säuglings. Kurz nach dem Fund nahmen die Ermittler die 38-jährige deutsche Mutter fest.

Griechenland Polizei.
Griechenland Polizei.

Die Frau muss sich nun vor einem Ermittlungsrichter in der griechischen Hauptstadt verantworten.

Obduktion offenbart schwerste Stichverletzungen

Gerichtsmediziner stellten laut griechischen Medienberichten mindestens zehn Stichwunden am Rücken des toten Säuglings fest. Einige dieser Einstiche trafen lebenswichtige Organe.

Der staatliche Rundfunksender ERT berichtete sogar von insgesamt bis zu 18 Wunden. Mindestens drei davon wurden dem Kind nach ersten Erkenntnissen noch zu Lebzeiten zugefügt.

Vermieter alarmierte die Einsatzkräfte

Aufgedeckt wurde das Verbrechen durch einen Hinweis des Vermieters. Dieser rief die Polizei, da die Mietzahlungen ausblieben und in der Wohnung mutmaßlich Drogen konsumiert wurden.

Beamte der Motorrad-Spezialeinheit DIAS durchsuchten die Räumlichkeiten und stießen dabei auf den Koffer mit der Leiche. Vor Ort trafen sie neben der 38-jährigen Deutschen einen 43-jährigen Griechen sowie drei weitere minderjährige Kinder an.

Aussagen der Eltern und Schutz der Geschwister

Der Verteidiger der Mutter, Christos Psarras, erklärte gegenüber Medien, seine Mandantin habe das Kind nach dessen Tod aus Trauer im Koffer aufbewahrt. Bei der 38-Jährigen liege womöglich eine psychische Erkrankung vor.

Der 43-jährige Grieche, der als Vater des Kindes gilt, behauptete laut Medienberichten hingegen, der Säugling sei „vom Teufel besessen“ gewesen.

Da der Leichnam tiefgefroren war, gestaltet sich die exakte Bestimmung des Todeszeitpunkts schwierig. Die drei überlebenden Geschwisterkinder wurden umgehend in behördliche Obhut übergeben.