Gefälschte 909-Euro-Zahlung: Neue PayPal-Phishing-Welle mit 126 Fake-Domains im Umlauf
Aktuelle News
Kriminelle täuschen angebliche Abbuchungen vor, um an Zugangsdaten zu gelangen.
Eine betrügerische Zahlungsbestätigung über exakt 909 Euro sorgt derzeit für Unruhe unter PayPal-Nutzern. Kriminelle versuchen mit der gefälschten Benachrichtigung, Empfänger in Panik zu versetzen und zum unüberlegten Handeln zu drängen.
Psychologischer Druck durch angebliche Digistore24-Zahlung
Die Phishing-Mails wirken auf den ersten Blick wie offizielle Schreiben des Bezahldienstes. Darin wird behauptet, ein Betrag von 909 Euro sei an das Unternehmen Digistore24 GmbH überwiesen worden.
Gleichzeitig stellen die Betrüger in Aussicht, die Transaktion über einen beigefügten Link sofort stornieren zu können. Wer aus Sorge um das eigene Geld voreilig reagiert, landet jedoch nicht bei PayPal, sondern auf einer nachgebauten Login-Seite.
Kontoübernahme trotz Sicherheitsmechanismen
Tragen Nutzer ihre Zugangsdaten auf der gefälschten Website ein, greifen die Täter die Informationen direkt ab. Nach Angaben von Juristen der Anwaltskanzlei Lenné versuchen Kriminelle im nächsten Schritt, auch Sicherheitsabfragen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung auszuhebeln.

Sobald die Angreifer die Kontrolle über das Konto übernommen haben, lösen sie eigenständig Zahlungen oder Bestellungen aus. Aus der ursprünglich erfundenen Abbuchung wird so ein echter finanzieller Schaden.
126 gefälschte Domains im Visier der Cyberkriminellen
Auswertungen aktueller Bedrohungsanalysen belegen das Ausmaß der Kampagne: Zwischen Mai und Anfang September wurden 126 Internetadressen identifiziert, die die Optik von PayPal imitieren. Allein 25 dieser Phishing-Domains tauchten innerhalb einer einzigen Woche auf.
Die Vorwände wechseln dabei regelmäßig. Neben angeblichen Großüberweisungen nutzen Betrüger auch erfundene Rückerstattungen oder drohende Kontosperrungen, um Nutzer zur Eingabe vertraulicher Daten zu bewegen.
