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Gefahr am Berg: Warum KI-Routenplaner Wanderer in Lebensgefahr bringen

Bergrettung warnt vor KI-Routenplanung bei alpinen Touren. Aktuelle News

Die Bergrettung warnt eindringlich vor dem unkritischen Einsatz von KI-generierten Routenvorschlägen im Hochgebirge.

Lebensgefahr durch Algorithmen

Künstliche Intelligenz vereinfacht die Reiseplanung, doch im Hochgebirge wird sie zum Sicherheitsrisiko. Die Bergrettung warnt nun eindringlich davor, sich bei alpinen Touren blind auf digitale Routenplaner zu verlassen.

Ein Vorfall in Südtirol verdeutlicht das Problem: Eine Gruppe sportlicher Urlauber hatte sich bei ihrer Tourenplanung auf eine KI verlassen, die eine hochalpine Route vorschlug. Erst das Eingreifen ihrer Unterkunftgeber verhinderte, dass die Wanderer in eine gefährliche Lage gerieten.

Gletscher als digitale Empfehlung

Die von der KI generierte Strecke sollte von Dorf Tirol über Martell bis zum Gardasee führen. Stefan Gruber, Leiter der Bergrettung Meran, betonte gegenüber dem Sender Rai, dass die Gruppe für eine solche Route, die unter anderem eine Gletscherüberquerung vorsah, nicht ausgerüstet und fachlich nicht qualifiziert war.

Gruber warnt: „Das ist nicht nur ein langer Wanderweg, sondern auch eine Route, die für Bergungeübte völlig ungeeignet ist.“ Software-Systeme seien unfähig, aktuelle alpine Gegebenheiten, Wetterumschwünge oder die notwendige Erfahrung der Wanderer realistisch einzuschätzen.

Gefahr am Berg: Warum KI-Routenplaner Wanderer in Lebensgefahr bringen

Realitätscheck vor Ort ist unverzichtbar

Dass fehlerhafte KI-Empfehlungen schnell in Notsituationen führen können, zeigt auch ein Fall aus den Allgäuer Alpen. Zwei Wanderer gerieten dort nach einer KI-Routenplanung auf einen unwegsamen Jägersteig.

Die Tour führte über schwieriges Gelände und Gräben, woraufhin die Wanderer die Orientierung verloren. Sie mussten schließlich per Hubschrauber aus ihrer Lage gerettet werden.

Experten wie Leo Wirnsberger, Alpinreferent der Naturfreunde Kärnten, weisen darauf hin, dass sich das Gelände durch Witterung und Jahreszeit ständig verändert. Digitale Daten können diese kurzfristigen, lebenswichtigen Veränderungen nicht abbilden. Die Empfehlung der Retter ist daher eindeutig: Statt auf Software zu vertrauen, sollte man sich vor Ort bei erfahrenen Gastgebern oder Bergführern über den aktuellen Zustand der Route erkundigen.