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Gefahrgut-Alarm am BER: Bundespolizei räumt Terminal 1 nach Vorfall um 17:45 Uhr

Flughafengebäude des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg BER Aktuelle News

Am Hauptstadtflughafen BER führte ein Gefahrgut-Alarm zu einer sofortigen Teilevakuierung.


Der Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg BER in Schönefeld.

Großeinsatz am Hauptstadtflughafen BER: Die Bundespolizei hat den öffentlichen Bereich des Terminal 1 vollständig geräumt. Alle dort anwesenden Fluggäste und Besucher mussten das Gebäude unverzüglich verlassen.

Auslöser des Einsatzes war eine Frau, die sich am Servicepoint der Bundespolizei gemeldet hatte. Sie gab an, einen gefährlichen Stoff mit sich zu führen.

Da eine Gefährdung durch die unbestimmte Substanz nicht ausgeschlossen werden konnte, lösten die Behörden gegen 17:45 Uhr offiziell Gefahrgut-Alarm aus.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb und Ausweichpläne

Bereits abfertigungsbereite Flugzeuge konnten den Flughafen regulär verlassen, auch landende Maschinen durften weiterhin aufsetzen. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, leitete der Flughafen die Passagierabfertigung so weit wie möglich auf das benachbarte Terminal 2 um.

Mögliche Verspätungen und Flugausfälle ließen sich während der laufenden Maßnahmen nicht ausschließen.

Gefahrgut-Alarm am BER: Bundespolizei räumt Terminal 1 nach Vorfall um 17:45 Uhr

Passagiere im Sicherheitsbereich blockiert

Stundenlanges Warten an der Gepäckausgabe

Für ankommende Passagiere führte der Alarm zu erheblichen Einschränkungen. Nach der Landung durften Fluggäste den nichtöffentlichen Bereich nicht verlassen und saßen fest.

Zahlreiche gestrandete Fluggäste am BER
Zahlreiche gestrandete Fluggäste im Bereich der Gepäckausgabe am BER.

Unter den Betroffenen war auch die Journalistin Nena Brockhaus, die aus Düsseldorf gelandet war. Sie berichtete von einer fast zweistündigen Wartezeit an den Gepäckbändern ohne Versorgung mit Getränken oder Auskünfte durch das Sicherheitspersonal.

Unter den Wartenden befanden sich auch Familien mit weinenden Kindern. Brockhaus kritisierte die Informationspolitik und das Krisenmanagement der Verantwortlichen vor Ort scharf.

Zuletzt war der Flugbetrieb am BER im März unterbrochen worden, als Sicherheitskräfte wegen des Verdachts auf ein unbekanntes Flugobjekt eingreifen mussten. Damals wurde nach einer vorsorglichen Unterbrechung kein gefährlicher Gegenstand gefunden.