Geschirrspül-Tabs im Test: Günstige Discounter-Eigenmarken schlagen teure Markenprodukte
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Im Test der Stiftung Warentest schneiden preiswerte Multigeschirrspülmittel von Discountern und Drogerien besonders gut ab.
Sauberes Geschirr muss kein Vermögen kosten: Im Test von 16 Multigeschirrspülmitteln durch die Stiftung Warentest sichern sich günstige Eigenmarken von Discountern und Drogerien für rund neun Cent pro Spülgang die Spitzenplätze mit der Gesamtnote „gut“ (2,1). Teure Marken-Caps kosten mit 20 Cent pro Spülgang mehr als das Doppelte, bieten im Alltag aber nur in spezifischen Härtefällen einen messbaren Mehrwert.
Die Tester nahmen zehn klassische Tabs und sechs moderne Caps unter die Lupe. Das Gesamtergebnis zeigt ein deutliches Qualitätsgefälle: Acht Reiniger erreichten die Note „gut“, drei schnitten mit „befriedigend“ ab, zwei kamen über ein „ausreichend“ nicht hinaus und drei Produkte fielen mit dem Urteil „mangelhaft“ durch. Auffällig ist dabei die Dominanz der Handelsmarken an der Tabellenspitze, da sämtliche mit „gut“ bewerteten Tabs aus den Regalen der Drogeriemärkte und Discounter stammen.
Was gut ist, ist nicht teuer: Multigeschirrspüler im Test
Discounter gegen Markenriesen: Die Testsieger im Direktvergleich
Angeführt wird das Testfeld von zwei preiswerten Alltagshelfern, die sich den Testsieg mit identischer Bewertung teilen. Die Tabs „Power Force All-in-One“ von Aldi für 6,49 Euro pro Packung und „Domol Ultra Power All-in-One“ von Rossmann für 3,75 Euro pro Packung erhielten beide das Gesamturteil „gut“ (2,1). Auf den einzelnen Spülgang umgerechnet punktet das Aldi-Produkt mit minimal niedrigeren Kosten.
Erstmals schaffte es auch ein flüssig gefülltes Cap in die Riege der Spitzenprodukte. Das Markenprodukt „Somat Excellence Premium 5in1“ sicherte sich ebenfalls eine gute Bewertung, schlägt jedoch mit 20 Cent pro Spülzyklus deutlich schwerer zu Buche als die Konkurrenz aus der Drogerie.
| Produkt & Testurteil | Preis & Details |
|---|---|
| Aldi Power Force All-in-One Qualitätsurteil: Gut (2,1) |
6,49 Euro pro Packung (ca. 9 Cent pro Spülgang) |
| Rossmann Domol Ultra Power All-in-One Qualitätsurteil: Gut (2,1) |
3,75 Euro pro Packung (ca. 9 Cent pro Spülgang) |
| Somat Excellence Premium 5in1 Qualitätsurteil: Gut |
Erstes gutes Cap im Testfeld (ca. 20 Cent pro Spülgang) |
| Gesamtbilanz Testfeld 16 Multispülmittel (10 Tabs, 6 Caps) |
8x Gut, 3x Befriedigend, 2x Ausreichend, 3x Mangelhaft |
Härtetest im Labor: Wo Reinigungskräfte an ihre Grenzen stoßen
Die Prüfkriterien der Stiftung Warentest umfassten die Kategorien Reinigungskraft, Klarspülen, Kalkverhinderung, Trocknen, Materialschonung, Gewässerbelastung sowie die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. Acht der 16 Präparate erzielten bei der primären Schmutzentfernung solide Ergebnisse. Eingebrannte Fettreste und hartnäckige Teeränder stellten jedoch viele Rezepturen vor massive Herausforderungen – eine Disziplin, in der vor allem das teurere Cap von Somat seine Reinigungsleistung ausspielen konnte.
Beim Klarspülen überzeugten fast zwei Drittel der Produkte. Ein funktionierender Klarspüler sorgt dafür, dass das Wasser filmartig abfließt, anstatt Tropfen zu bilden, die beim Trocknen sichtbare Kalk- und Mineralflecken hinterlassen. Größere Abstriche gab es bei der Materialschonung: Bestimmte Formulierungen griffen Kunststoffgeschirr oder Silberbesteck sichtbar an, während zwei Produkte wegen umweltkritischer Inhaltsstoffe wie Benzotriazolen und gewässerbelastenden Tensiden Punktabzüge kassierten.
Ein häufiger Fehler in der Praxis ist das manuelle Vorspülen von Tellern unter fließendem Warmwasser, was unnötig Energie und Trinkwasser verbraucht.
Der Mythos vom Vorspülen und die Pflege des Geräts
Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist ein manuelles Abwaschen vor dem Einräumen überflüssig. Moderne Reinigungsmittel benötigen organische Verschmutzungen, damit Enzyme optimal wirken können; grobe Speisereste gehören schlicht mit der Gabel in den Hausmüll, um ein Zusetzen des Filters zu verhindern.
Fettrückstände im Gerätesieb wurden im Labortest zwar nicht direkt benotet, stellen im Haushalt jedoch das größte Defektrisiko dar. Zur dauerhaften Schonung der Spülmaschine empfehlen Fachleute feste Pflegeroutinen:

- Monatlicher Heißlauf: Einmal pro Monat ein Intensivprogramm mit hoher Temperatur und speziellem Maschinengeschirrspülmittel durchführen, um abgelagertes Fett vollständig zu lösen.
- Filtersiebe reinigen: Das Feinsieb am Spülmaschinenboden regelmäßig entnehmen und manuell von Rückständen befreien.
- Sprüharme kontrollieren: Vor jedem Start prüfen, ob rotierende Düsen durch hohe Teller blockiert oder verstopft sind.
Richtig beladen: Maximale Sauberkeit ohne Materialschäden
Die mechanische Wasserverteilung entscheidet darüber, ob selbst das beste Multigeschirrspülmittel seine Wirkung entfalten kann. Töpfe, Pfannen, stark verschmutzte Auflaufformen und große Speiseteller gehören grundsätzlich in den unteren Korb, wo der Wasserdruck am höchsten ist. Schüsseln, Tassen und empfindliche Trinkgläser finden ihren Platz im oberen Korb und müssen stets mit der Öffnung nach unten oder leicht geneigt stehen, damit Restwasser ungehindert abläuft.
Besteck wird im Korb mit dem Griff nach unten einsortiert, um eine lückenlose Umspülung zu gewährleisten. Scharfe Küchenmesser, Holzbretter sowie Gefäße aus Kupfer oder unbeschichtetem Aluminium dürfen keinesfalls in den Spülgang, da sie stumpf werden, aufquellen oder unschöne Verfärbungen davontragen.
💡 Wer beim Geschirrspülen bares Geld sparen möchte, greift bedenkenlos zu den prämierten Eigenmarken von Aldi oder Rossmann.
🔍 Achten Sie bei hartnäckigen Tee- und Fettverschmutzungen darauf, gelegentlich Heißprogramme zu nutzen, um die Leistung der günstigen Tabs zu unterstützen.
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die Website-Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de

