Gespräche in Moskau: US-Unterhändler reisen mit Friedensplan nach Kiew
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Gespräche in Moskau: US-Unterhändler reisen mit Friedensplan nach Kiew
Die Unterhändler von US-Präsident Donald Trump haben am späten Samstagabend im Moskauer Kreml Gespräche über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine geführt. Konkrete Beschlüsse brachten die stundenlangen Verhandlungen bisher nicht hervor, beide Seiten bezeichneten den Austausch jedoch als positiv.
Nach Angaben aus dem Weißen Haus diskutierten Trumps Sondergesandte Jared Kushner (45) und Steve Witkoff (69) mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) konkrete Konzepte für einen Friedensschluss. Die ausgearbeiteten Pläne sollen innerhalb der nächsten Wochen offiziell vorgestellt werden.
Direkte Weiterreise nach Kiew
Unmittelbar nach dem Treffen in Moskau brachen Kushner und Witkoff in Richtung Ukraine auf. In Kiew steht am Sonntag ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) an. Aus Washington hieß es dazu, man blicke produktiven Gesprächen mit der ukrainischen Führung entgegen.
Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem russischen Unterhändler Kirill Dmitriev vor der Weiterreise.
Für die US-Gesandten ist es der erste Besuch in der ukrainischen Hauptstadt, nachdem sie seit 2025 bereits mehrfach zu Gesprächen in Moskau waren. Wegen anderer internationaler Konflikte, darunter der Krieg gegen den Iran, lagen die diplomatischen Kontakte zuletzt monatelang auf Eis.
Kreml pocht auf eigene Kriegsziele
Aus Moskau wurden die Gespräche als „nützlich und konstruktiv“ bewertet. Kreml-Berater Juri Uschakow (79) erklärte, die US-Delegation habe mehrere Lösungsansätze vorgelegt, um ein schnelles Ende der Kampfhandlungen zu erreichen.
Gleichzeitig betonte Uschakow, Putin habe in den Gesprächen bekräftigt, an seinen Kriegszielen unverändert festzuhalten. Moskau setze darauf, dass die US-Vermittler diese Positionen nun der Führung in Kiew übermitteln.
Trumps Initiative für Friedensgespräche
US-Präsident Trump hatte den neuen Vorstoß zuvor angekündigt und erklärt, die Gesandten führten ein Konzept zur Beendigung des Konflikts mit sich. Ob der US-Plan territoriale Zugeständnisse der Ukraine beinhaltet, ließ Trump offen.
Anlässlich des Besuchs hatte der Kreml eine dreitägige Pause der Luftangriffe auf Kiew angekündigt, während die Ukraine zusicherte, den russischen Luftraum für denselben Zeitraum nicht anzugreifen. Nach ukrainischen Angaben gerieten in der Nacht zu Samstag dennoch beide Kiewer Flughäfen unter russischen Beschuss.

