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GFZ-Messungen: Seit 2015 leeren sich Deutschlands Wasserspeicher drastisch

GFZ-Messungen: Seit 2015 leeren sich Deutschlands Wasserspeicher drastisch Aktuelle News

GFZ-Messungen: Seit 2015 leeren sich Deutschlands Wasserspeicher drastisch

Das Wasserdefizit in Deutschland und Europa spitzt sich weiter zu. Selbst überdurchschnittliche Niederschläge im Herbst werden die natürlichen Reserven bis zum Jahresende voraussichtlich nicht ausgleichen können. Zu diesem Ergebnis kommen gemeinsame Analysen des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ), der Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Symbolbild zur Trockenheit und Wasserspeicherung in Deutschland.

Die Wissenschaftler erfassen über Satellitenmessungen den gesamten Wassergehalt auf und unter der Erdoberfläche. Diese Daten bilden die Grundlage, um Veränderungen der Speichermengen präzise zu beziffern.

Grundwasserverlust als Haupttreiber seit 2015

„Seit 2015 sehen wir zunehmend trockenere Bedingungen in Deutschland als in den 15 Jahren davor“, erklärt Annette Eicker, Leiterin der Sektion Globales Geomonitoring und Schwerefeld am GFZ.

Zwar brachte das niederschlagsreiche Jahr 2024 eine vorübergehende Entlastung, doch darauf folgte erneut ein drastischer Rückgang. Maßgeblich für das langfristige Defizit ist vor allem der kontinuierliche Schwund der Grundwasservorräte.

Temperaturanstieg beschleunigt die Verdunstung

Die Analysen zeigen ein klares Bild bei den Ursachen: Die reinen Niederschlagsmengen weisen im langfristigen Trend keinen Rückgang auf. Das eigentliche Problem liegt in den gestiegenen Lufttemperaturen.

Durch die Erwärmung steigt die potenzielle Verdunstung massiv an. Das bedeutet, dass deutlich mehr Wasser vom Boden direkt in die Atmosphäre übergeht, anstatt in tiefere Erdschichten zu sickern und das Grundwasser aufzufüllen.

Auswirkungen der jüngsten Hitzewellen noch offen

Die bisherigen Auswertungen basieren auf Messständen bis Juni. Die extremen Hitzewellen der Sommermonate sind darin noch gar nicht abgebildet.

Das GFZ rechnet damit, dass sich das volle Ausmaß der sommerlichen Hitze erst in den Daten der kommenden Monate niederschlagen wird. Die entsprechenden Auswertungen werden für den Verlauf des Herbstes erwartet.