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Gießen allein reicht nicht: Monty Dons Strategie gegen trockene Gärten

Nahaufnahme einer gepflegten Gartenpflanze im Sommer. Haus & Garten

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für widerstandsfähige Pflanzen.

Bodenqualität schlägt Gießkanne

In Zeiten zunehmender Hitzewellen und strenger Bewässerungsbeschränkungen stehen viele Hobbygärtner vor derselben Frage: Wie überleben Pflanzen die Trockenheit? Der britische Gartenexperte Monty Don hat eine klare Antwort darauf: Der Schlüssel liegt nicht primär im Gießen, sondern in der Beschaffenheit des Bodens.

Als erfahrener Buchautor und langjähriger Moderator der BBC-Sendung Gardeners’ World betont Don regelmäßig, dass ein widerstandsfähiger Garten von der Bodenstruktur abhängt. Pflanzen sollten idealerweise nicht dauerhaft auf eine künstliche Wasserzufuhr von außen angewiesen sein.

Organische Substanz als Wasserspeicher

Don erklärt, dass ein Boden, der reich an organischer Substanz ist, wie ein Schwamm funktioniert. Humusreiche Erde speichert Feuchtigkeit wesentlich effektiver als ausgelaugte oder verdichtete Böden.

Dieser langfristige Aufbau der Bodenqualität ist für ihn wichtiger, als in Hitzeperioden täglich hektisch zur Gießkanne zu greifen. Wer in die Struktur seines Bodens investiert, schafft ein Fundament, das den Pflanzen hilft, selbst bei sommerlicher Trockenheit die Wurzeln ausreichend zu versorgen.

Die Regeln für korrektes Bewässern

Natürlich spielt die Bewässerung weiterhin eine Rolle, doch auch hier gibt es klare Dos und Don’ts. Don empfiehlt, ausschließlich in den frühen Morgenstunden zu gießen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Temperaturen niedrig, was die Verdunstung auf ein Minimum reduziert.

Gießen allein reicht nicht: Monty Dons Strategie gegen trockene Gärten

Sollte der frühe Morgen keine Option sein, ist der Abend die zweitbeste Wahl. Die Mittagszeit ist hingegen zu vermeiden, da das Wasser aufgrund der Sonneneinstrahlung zu schnell verdunstet, bevor es die Wurzeln erreicht.

Gründlichkeit vor Häufigkeit

Ein häufiger Fehler im Garten ist das ständige, aber nur oberflächliche Gießen. Don rät stattdessen zu einer gründlichen Bewässerung in größeren Abständen. Das sorgt für zwei entscheidende Vorteile:

  • Die Feuchtigkeit dringt tief in das Erdreich ein.
  • Die Pflanzen werden dazu angeregt, tiefere Wurzeln zu bilden, was sie widerstandsfähiger gegen Trockenphasen macht.

Der Fokus auf einen humusreichen Boden und eine gezielte Bewässerungsstrategie ist laut Monty Don der effektivste Weg, um Gärten fit für heiße Sommerwochen zu machen.