Google Kalender stoppt Mail-Flut: Organisatoren können Zu- und Absagen ab 28. August stummschalten
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Eine neue Option im Google Kalender schaltet Benachrichtigungen für Zu- und Absagen stumm.
Google führt eine neue Einstellung für seinen Kalenderdienst ein, um die Flut an automatischen Benachrichtigungen einzudämmen. Organisatoren von Besprechungen können künftig festlegen, ob sie bei Termineinladungen separate E-Mails zu Zu- und Absagen erhalten möchten.
Die Neuerung unterdrückt auf Wunsch auch automatische Antworten wie Abwesenheitsnotizen oder Urlaubsbenachrichtigungen, die das Postfach bei großen Terminen oft unübersichtlich machen.
Keine Mail-Benachrichtigungen mehr bei Terminen
In den Standardeinstellungen bleibt der E-Mail-Empfang bei Teilnehmer-Rückmeldungen zunächst aktiv. Deaktivieren Nutzer das entsprechende Häkchen, entfällt der Versand einzelner Nachrichten bei jeder Zu- oder Absage.
Der aktuelle Status der Teilnehmer geht dabei nicht verloren. Die Rückmeldungen bleiben weiterhin direkt in der Terminübersicht des Google Kalenders sichtbar.
Eine Deaktivierung des Häckchens verhindert, dass eine Mail-Flut auf User zukommt.
Besonderheiten bei externen Programmen
Antworten von Kontakten, die Kalenderdienste wie Microsoft Outlook verwenden, werden bei deaktivierter Option anders gehandhabt. In diesen Fällen sendet das System weder eine Benachrichtigung noch wird der Status im Google Kalender aktualisiert.
Die Funktion richtet sich vor allem an Personen, die Meetings mit großen Teilnehmerkreisen organisieren und ihr Postfach vor dutzenden Status-Mails schützen wollen.

Zeitplan für den weltweiten Rollout
Google Workspace-Konten in Domänen mit schneller Veröffentlichung erhalten die Funktion schrittweise ab dem 28. August 2026. Für Standard-Workspace-Konten beginnt die Freischaltung am 10. September 2026.
Die Option wird ebenfalls für private Google-Konten sowie Workspace Individual freigeschaltet.
Hintergrund: Hohe Belastung durch digitale Nachrichten
Die Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund eines stetig wachsenden Kommunikationsaufkommens am Arbeitsplatz. Laut dem Microsoft Work Trend Index Special Report aus dem Jahr 2025, der Daten von 31.000 Wissensarbeitern in 31 Ländern auswertete, erhalten Angestellte im Schnitt 117 E-Mails und 153 Chat-Nachrichten pro Tag.
Rund 40 Prozent der Beschäftigten prüfen ihr Postfach bereits vor 6 Uhr morgens. Meetings nach 20 Uhr stiegen im Erhebungszeitraum um 16 Prozent, während Arbeitnehmer durchschnittlich alle zwei Minuten durch digitale Benachrichtigungen unterbrochen werden.

