Groschen-Markt-Pleite: 22 von 41 Filialen und 80 Jobs gerettet
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Groschen-Markt-Pleite: 22 von 41 Filialen und 80 Jobs gerettet
Neustart für mehr als die Hälfte der Standorte
Nach der Insolvenz der thüringischen DEC Handelsgesellschaft mbH gibt es eine Zukunft für Teile des Schnäppchen-Discounters Groschen-Markt. Für 22 der insgesamt 41 Filialen in Ostdeutschland wurden Käufer gefunden.
Durch die Übernahmen bleiben rund 80 der ursprünglich 170 bedrohten Arbeitsplätze erhalten. Das gab Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann von der Kanzlei Brinkmann bekannt.
Namensrechte und Sonderfall Thüringen
Die meisten der geretteten Geschäfte werden künftig unter neuen Namen von anderen Einzelhändlern weiterbetrieben. Eine Ausnahme bildet das Heimatbundesland des Discounters.
Der frühere DEC-Geschäftsführer Wolfhart Lampe hat sich die Markenrechte gesichert. Dadurch bleibt der traditionsreiche Name Groschen-Markt an mindestens drei Standorten in Thüringen bestehen.
Verteilung der geretteten Filialen
Die Weiterführung der 22 Standorte verteilt sich auf vier Bundesländer:
- Thüringen: 10 Filialen (darunter Saalfeld, Ohrdruf und Geismar)
- Sachsen-Anhalt: 6 Filialen (darunter Dessau und Blankenburg)
- Sachsen: 4 Filialen (darunter Dresden und Frohburg)
- Brandenburg: 2 Filialen (Brandenburg an der Havel und Sperenberg)
Eine Verkaufsstelle der Handelskette Groschen-Markt.
Druck auf den Non-Food-Discounter-Markt
Im März stand noch der Erhalt von bis zu 30 Standorten im Raum. Die Verhandlungen mit Investoren gestalteten sich vor dem Hintergrund der allgemeinen Konsumzurückhaltung jedoch langwierig.
Die Krise im Segment der Billigmärkte für Haushalts-, Werkzeug- und Gartenbedarf betraf zuletzt auch Mitbewerber wie Kodi und McGeiz. Bei Groschen-Markt zeichnet sich für den November eine weitere Filialübernahme ab.

