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Härtetest für PV-Module: Was 90-Kilo-Belastung, Stürze und Hammer wirklich anrichten

Solarmodule im Härtetest Aktuelle News

Photovoltaik-Module müssen im Außenbereich extremen Belastungen standhalten.

Hagel, Montagefehler oder herabfallendes Werkzeug: Viele Besitzer von Photovoltaikanlagen fürchten teure Schäden an ihren Panels. Der YouTuber Tobias Volk vom Kanal PV&E hat gängige Module extremen Belastungsproben unterzogen.

Trittbelastung und Stürze: Was hält der Rahmen aus?

Im ersten Versuchsaufbau testete Volk die Tragfähigkeit der Glasfront. Weder das Gewicht eines Jugendlichen noch das eines über 90 Kilogramm schweren Erwachsenen verursachte Risse im Material.

Selbst leichtes Springen auf dem liegenden Modul führte zu keinen Glasbrüchen. Hörbare Knackgeräusche stammten laut dem Experten ausschließlich von der Verwindung des Aluminiumrahmens.

Auch direkte Stürze auf harte Oberflächen überstand die Glasfläche unbeschadet. Nach wiederholten Aufpralltests zeigten sich jedoch deutliche Verformungen am äußeren Rahmen.

Dellen sind optisch ärgerlich, aber unkritisch. Gefährlich wird es erst, wenn sich Dichtfugen öffnen und Wasser in das Modul eindringen kann.

Härtetest für PV-Module: Was 90-Kilo-Belastung, Stürze und Hammer wirklich anrichten

Kleines Kraftwerk
Kleines Kraftwerk

Punktuelle Treffer und Steinschlag als Schwachstelle

Typische Montagefehler, wie das Anschlagen des Moduls an scharfe Kanten oder Zaunpfosten, richteten im Test keine Schäden an. Grund dafür ist das verbaute Sicherheitsglas, das ähnlich wie in Duschkabinen hohen Flächenkräften standhält.

Kritisch wird die Lage jedoch bei extrem punktuellen Krafteinwirkungen. Fällt ein Hammer mit der flachen Seite auf die Fläche, passiert meist nichts – trifft jedoch die spitze Kante das Glas, bricht die Scheibe sofort.

Simulierter Hagelschlag und unsichtbare Risse

Zur Simulation von Unwettern wurden Steine aus mehreren Metern Höhe auf das Panel geworfen. Während kleinere Einschläge abprallten, führten wuchtige Treffer im Zentrum zu schweren Durchschlägen und irreparablen Rissnetzen.

Selbst bei äußerlich intaktem Glas drohen versteckte Zellbrüche im Modulinneren. Nach harten Erschütterungen sollten Besitzer stets Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom messen, um die Funktionsfähigkeit zu verifizieren.