Handy rutscht in Kabinenboden: Azul-Flug AD4927 wegen Brandgefahr gestrichen
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Handy rutscht in Kabinenboden: Azul-Flug AD4927 wegen Brandgefahr gestrichen
Ein herabgefallenes Mobiltelefon hat am 2. September für den Ausfall eines Linienflugs in Brasilien gesorgt. An Bord einer Embraer E195-E2 der Fluggesellschaft Azul Linhas Aéreas geriet das Smartphone eines Passagiers in einen unzugänglichen Zwischenraum der Flugzeugkabine.
Lithium-Akku zwingt Embraer E195-E2 am Boden zu bleiben
Der Vorfall ereignete sich vor dem Start von Flug AD4927, der von Ponta Porã im Bundesstaat Mato Grosso do Sul nach Campinas nahe São Paulo führen sollte. Das Smartphone rutschte nicht bloß unter die Sitzreihe, sondern verschwand durch eine Öffnung direkt in der Bodenstruktur des Flugzeugs.
Da von beschädigten oder überhitzten Lithium-Ionen-Akkus ein erhebliches Brandrisiko ausgeht, untersagte die Crew den Start des Jets mit der Kennung PS-ADE. Das Gerät steckte fest und konnte von der Kabinenbesatzung nicht eigenhändig geborgen werden.
Spezialist für Bergung eingeflogen
Um das Mobiltelefon sicher aus der Struktur zu entfernen, musste ein Flugzeugtechniker aus dem rund 1.000 Kilometer entfernten São Paulo anreisen. Azul strich den Flug offiziell aus „betrieblichen Gründen“ und buchte die betroffenen Fluggäste auf einen Sonderflug am Folgetag um.
Parallelen zu Vorfällen bei United Airlines
Das Problem ungesicherter Spaltmaße in Flugzeugkabinen trat in den vergangenen Monaten bereits bei anderen Fluggesellschaften auf. Im Oktober 2025 und Januar 2026 mussten zwei Boeing 767 von United Airlines umkehren, nachdem Passagier-Laptops durch eine Lücke an der Kabinenwand der Business-Class gerutscht waren.
Bei den US-Vorfällen waren die tragbaren Computer an verschobenen Abdeckungen vorbei bis in den Frachtraum gestürzt. Der Fluglotse reagierte damals ungläubig auf den Funkspruch der Piloten: „So etwas habe ich noch nie gehört.“
