Zum Inhalt springen
On Air Festival

Haus verkauft, 4.600 Euro Monatsbudget: Vierköpfige Familie reist mit nur zwei Koffern um die Welt

Gepäck einer Familie für eine langfristige Reise Aktuelle News

Mit zwei Koffern und vier Rucksäcken bricht die vierköpfige Familie zu einer Reise ohne Enddatum auf.

Jeffrey (35) und Marije (33) führten im niederländischen Hengelo ein geregeltes Leben mit eigenem Haus. Nach der Geburt ihrer Tochter Lily führten schwere gesundheitliche Komplikationen bei Marije jedoch zu einem radikalen Umdenken.

Statt materieller Sicherheit rückten Gesundheit, persönliche Freiheit und gemeinsame Erlebnisse ins Zentrum. Das Paar fasste den Entschluss, das Eigenheim samt fast dem gesamten Inventar zu verkaufen und sich mit den beiden Kindern Quinn (3) und Lily (1) auf eine Reise ohne festes Enddatum zu begeben.

4.600 Euro Monatsbudget für das Leben aus dem Rucksack

Vom einstigen Haushalt sind der vierköpfigen Familie lediglich zwei Koffer und vier Rucksäcke geblieben. Nach zwei längeren Aufenthalten in Spanien als Testphase fiel die Entscheidung für den dauerhaften Ausstieg.

Für ihre Lebenshaltungskosten kalkuliert das Paar monatlich rund 4.600 Euro ein. Dies entspricht in etwa den bisherigen monatlichen Ausgaben in ihrer Heimat.

Minimalistischer Neustart mit finanzieller Reserve

Jeffrey kündigte seine Anstellung als juristischer Berater, um im Coaching-Unternehmen seiner Frau mitzuarbeiten. Den Erlös aus dem Hausverkauf hat die Familie aufgeteilt: Ein Teil dient als eiserne Reserve, die andere Summe wurde investiert.

Haus verkauft, 4.600 Euro Monatsbudget: Vierköpfige Familie reist mit nur zwei Koffern um die Welt

Worldschooling: Bildungsweg durch Südostasien

Die Reiseroute führt die Familie zunächst nach Südostasien, darunter nach Bali (Indonesien), Chiang Mai (Thailand), Penang (Malaysia) sowie nach Vietnam. Eine Rückkehr in die Niederlande schließt das Paar derzeit aus.

Die Bildung der Kinder soll über das sogenannte „Worldschooling“ erfolgen, bei dem praktisches Lernen auf Reisen im Mittelpunkt steht. An längeren Aufenthaltsorten sind der Besuch freier Schulen oder betreuter Unterricht vor Ort vorgesehen.

Trend zum Minimalismus: Geringere Kosten locken nach Asien

Das Konzept, Wohneigentum für mehr Mobilität aufzugeben, gewinnt international an Zuspruch. Ähnliche Wege gehen etwa britische Familien, die ihr Haus verkaufen, um mit dem Campervan durch Südeuropa zu touren oder in thailändische Mietobjekte zu ziehen.

Südostasiatische Länder bieten oft finanzielle Spielräume: Laut Daten der Vergleichsplattform Numbeo liegen die Lebenshaltungskosten inklusive Miete in Thailand bei rund 54 Prozent des deutschen Niveaus. Neben niedrigeren Grundkosten müssen Reisende und Expats jedoch Ausgaben für private Schulen, Kautionen und private Krankenversicherungen im Budget berücksichtigen.