Haustür-Betrug: So schützen Sie sich vor dreisten Maschen
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Betrüger nutzen diverse Vorwände, um sich Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.
Obwohl Senioren statistisch gesehen seltener Opfer von Kriminalität werden, sind sie ein bevorzugtes Ziel für dreiste Trickbetrüger. Die Täter nutzen gezielt Vertrauen und Hilfsbereitschaft aus, um sich Zugang zu Wohnungen zu verschaffen und Bargeld oder Schmuck zu entwenden.
Bewährte Tricks der Betrüger
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt regelmäßig vor den gängigsten Methoden. Zu den perfidesten Maschen gehören:
- Der Glas-Wasser-Trick: Unter dem Vorwand einer Notlage, wie Übelkeit oder Medikamentenbedarf, bitten Täter um ein Glas Wasser.
- Der Papier-und-Bleistift-Trick: Die Täter behaupten, eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen zu wollen, und benötigen dafür eine Schreibunterlage in Ihrer Wohnung.
- Die Blumen- oder Geschenkabgabe: Ein angebliches Präsent für Nachbarn dient als Vorwand, um die Wohnungstür offen zu halten.
- Falsche Amtspersonen: Kriminelle treten als Handwerker, Polizeibeamte oder Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen auf.
Eine ältere Frau steht im Flur vor ihrer Haustür, während eine unbekannte Person von außen durch die Milchglasscheibe zu sehen ist.
So wehren Sie sich erfolgreich
Die wichtigste Grundregel lautet: Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. Nutzen Sie zur Identifikation stets einen Türspion oder eine Sprechanlage. Öffnen Sie die Tür nur mit vorgelegtem Sperrbügel.
Handwerker sollten Sie nur einlassen, wenn Sie diese selbst beauftragt oder eine Ankündigung durch die Hausverwaltung erhalten haben. Bewahren Sie Bargeld und Wertsachen niemals an Orten auf, die für Fremde leicht zugänglich sein könnten. Im Zweifelsfall hilft der Kontakt zu Nachbarn, die als Zeugen oder Unterstützung hinzugezogen werden können.

Achtung: Betrug am Telefon
Die Täter sind nicht mehr nur an der Haustür aktiv, sondern versuchen zunehmend, ihre Opfer telefonisch unter Druck zu setzen. Häufig wird behauptet, Einbrecher seien im Umfeld unterwegs und die Polizei müsse Wertsachen zur Sicherheit abholen. Dabei wird mittels technischer Manipulation sogar die Notrufnummer 110 auf dem Display vorgetäuscht.
Merken Sie sich: Die echte Polizei wird Sie niemals unter der 110 anrufen und fordert niemals dazu auf, Bargeld oder Schmuck zur Verwahrung herauszugeben. Beenden Sie bei solchen Telefonaten sofort das Gespräch. Sollten Sie Zweifel haben, wählen Sie selbst die 110, um die echte Polizei zu erreichen.

