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Hayden Panettiere verstorben: Ein Rückblick auf ihr bewegtes Leben und ihre letzten Offenbarungen

Die Schauspielerin Hayden Panettiere bei einem öffentlichen Auftritt. Aktuelle News

Hayden Panettiere verstarb überraschend im Alter von 36 Jahren.

Hollywood trauert um Hayden Panettiere. Die Schauspielerin ist am Sonntagabend im Alter von 36 Jahren verstorben. Über die genauen Hintergründe und die Todesursache gibt es bislang keine gesicherten Informationen; es bleibt Raum für Spekulationen.

Ein Leben im Rampenlicht: Der hohe Preis des frühen Erfolgs

Nur wenige Monate vor ihrem Tod hatte Panettiere in ihrer Autobiografie „Das bin ich: Eine Abrechnung“ schonungslos mit ihrer Vergangenheit abgerechnet. Darin beschrieb sie den immensen Druck, dem sie bereits als Kind ausgesetzt war. Ihre Karriere begann früh: Bereits mit elf Monaten stand sie für einen Werbespot vor der Kamera, mit fünf Jahren folgte ihre erste Rolle in der Soap „Liebe, Lüge, Leidenschaft“.

In ihrem Buch offenbarte die Schauspielerin, dass die berufliche Verflechtung mit ihrer Mutter, Lesley Vogel, das Familienleben belastet habe. Über Jahre hinweg fungierte Vogel als Managerin ihrer Tochter, wodurch die Grenzen zwischen Privatem und Geschäftlichem zusehends verschwammen. Panettiere berichtete, sie habe sich oft wie ein Produkt und nicht wie eine Tochter gefühlt – ein Gefühl, das sie den Verlust ihrer unbeschwerten Kindheit beklagen ließ.

Die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter endete schließlich Ende der 2000er Jahre, während Panettiere für die Serie „Heroes“ vor der Kamera stand. Als sie den Wunsch äußerte, ihre Mutter solle einfach nur ihre Mutter sein, habe diese mit den Worten „Du stehst in meiner Schuld“ reagiert. In der Folge brach der Kontakt vollständig ab.

Kampf gegen Sucht und Depressionen

Auch ihre psychischen Probleme und ihre Substanzabhängigkeit thematisierte Panettiere in ihrer Biografie offen. Schon im Alter von 15 Jahren sei sie von ihrem beruflichen Umfeld mit Aufputschmitteln versorgt worden. Mit zunehmendem Alter wurden Alkohol und Drogen zu einer täglichen Notwendigkeit, wie sie gegenüber dem US-Magazin „People“ erklärte.

Der Weg aus der Abhängigkeit war beschwerlich. Nach einem Entzug im Jahr 2020 warnte ein Arzt sie eindringlich: Ohne einen vollständigen Verzicht auf Alkohol hätte sie nur noch fünf Jahre zu leben gehabt. Der Entzug führte zu körperlichen Qualen, wie sie schrieb: „Mein ganzer Körper zitterte. Ich konnte nicht schlafen. Mein Kopf pochte, als würde er gegen meinen Schädel drücken.“

Die Suche nach Halt und die Verantwortung als Mutter

Die Beziehung zu dem Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko beschrieb Panettiere in ihrem Buch als Gegenentwurf zur oberflächlichen Hollywood-Welt. Sie sah in der Partnerschaft auch eine Flucht vor dem toxischen Verhalten, das sie in der Branche erlebt hatte. Nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter im Jahr 2014 wurde sie jedoch von einer postnatalen Depression getroffen, die ihre Alkoholsucht weiter verschärfte.

Nach der Trennung von Klitschko im Jahr 2018 traf sie die schwere Entscheidung, das Sorgerecht für ihre Tochter an ihn zu übertragen, da sie sich aufgrund ihrer Sucht und Traumata nicht in der Lage sah, für das Kind zu sorgen. Sie bezeichnete Klitschko in ihrem Buch als „wundervollen Vater“ und betonte, dass ihr Verhältnis zu ihrer Tochter trotz der räumlichen Trennung gut sei.

Zuletzt wirkte es, als habe die Schauspielerin ihren inneren Frieden gefunden. „Radikale Akzeptanz hat mich gelehrt, mit meinen Erfolgen und Tragödien Hand in Hand zu gehen“, schrieb sie in ihrem Buch. Sie habe gelernt, die Person zu lieben, zu der sie geworden sei, und wollte diese Hoffnung an ihre Leser weitergeben.

Hilfe bei Suchterkrankungen

Sollten Sie selbst oder Angehörige von einer Suchterkrankung betroffen sein, bieten verschiedene Stellen vertrauliche Beratung an:

  • Sucht- und Drogen-Hotline: 01806 313031 (rund um die Uhr erreichbar).
  • BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung: 0221 892031.
  • Online-Informationen finden Sie zudem bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder bei den Anonymen Alkoholikern.
  • Tipps für einen bewussteren Umgang mit Alkohol bietet das Portal „Kenn dein Limit“ der BZgA.