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Heizkosten um bis zu 30 Prozent senken: Diese Maßnahmen bringen die größte Ersparnis

Thermostat an einem Heizkörper wird per Hand eingestellt Aktuelle News

Bereits eine Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad reduziert den Energieverbrauch spürbar.

Private Haushalte können ihre Heizkosten durch gezielte Einstellungen an Thermostaten, minimale Dämmmaßnahmen und angepasstes Nutzerverhalten um bis zu 30 Prozent senken. Bereits das Absenken der Raumtemperatur um ein einziges Grad reduziert den Energieverbrauch im Schnitt um sechs Prozent.

Der größte Hebel liegt in der exakten Regulierung der einzelnen Wohnbereiche sowie der Beseitigung technischer Wärmeverluste an den Heizkörpern.

Raumtemperatur präzise steuern und Thermostate richtig einstellen

Thermostatventile regeln die Raumtemperatur über feste Stufen. Stufe 3 entspricht in der Regel einer Zieltemperatur von etwa 20 Grad Celsius.

Für Wohnbereiche gelten 20 Grad als Richtwert. Im Schlafzimmer genügen 16 bis 18 Grad (Stufe 2), während in der Küche durch Abwärme von Elektrogeräten meist 18 Grad ausreichen.

„Ein permanentes Überheizen der Wohnräume um nur zwei Grad treibt die jährliche Heizkostenabrechnung um über zehn Prozent in die Höhe“, betont Energieberaterin Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Programmierbare oder smarte Thermostate senken die Temperatur automatisch zu festgelegten Uhrzeiten oder bei Abwesenheit ab. Dies verhindert unnötiges Heizen während der Nacht oder der Arbeitszeit.

Wartung und Optimierung der Heizkörper

Gluckernde Geräusche oder ungleichmäßig warme Heizkörper weisen auf Luft im Rohrsystem hin. Eingeschlossene Luft blockiert den Durchfluss des Heizwassers und mindert die Heizleistung erheblich.

Schritt-für-Schritt: Heizkörper entlüften

  • Umwälzpumpe der Heizanlage abstellen oder das Thermostat auf die höchste Stufe drehen.
  • Entlüftungsschlüssel am seitlichen Ventil des Heizkörpers ansetzen und ein Gefäß unterhalten.
  • Ventil vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn öffnen, bis die Luft vollständig entwichen ist und Heizwasser austritt.
  • Ventil wieder fest zudrehen und den Wasserdruck an der Heizanlage prüfen.

Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen vor Heizkörpern stauen die Wärme und verhindern die Luftzirkulation im Raum. Ein Mindestabstand von 30 Zentimetern stellt sicher, dass sich die erwärmte Luft ungehindert verteilt.

Reflexionsfolien hinter den Heizkörpern an ungedämmten Außenwänden verringern den Wärmeverlust über das Mauerwerk, indem sie die Infrarotstrahlung in den Raum zurückwerfen.

Lüftungsverhalten anpassen und Wärmeverluste stoppen

Dauerhaft gekippte Fenster kühlen das Mauerwerk um den Fensterrahmen aus und verbrauchen enorme Mengen Energie, ohne für effektiven Luftaustausch zu sorgen. Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster für fünf bis zehn Minuten sorgt für den nötigen Luftwechsel, ohne dass Wände und Möbel auskühlen.

Thermostate müssen während des Lüftens zwingend geschlossen werden. Andernfalls reagieren die Ventile auf die einströmende Kaltluft und heizen mit maximaler Leistung gegen den Luftzug an.

Rollläden und Vorhänge sollten bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen werden. Die Luftschicht zwischen Fensterglas und Rollladenpanzer wirkt als zusätzliche Dämmung und verringert den nächtlichen Wärmeverlust über die Fensterflächen um bis zu 20 Prozent.

Zugluftdichtungen aus Schaumstoff oder Gummi an alten Fenster- und Türrahmen dichten undichte Spaltmaße sofort ab und verhindern das unkontrollierte Entweichen warmer Raumluft.