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Heizölpreise steigen um bis zu 3 Cent: Brent klettert über 106 Dollar

Heizöltankfüllung und Preisanzeige für Heizöl in Deutschland Aktuelle News

Verbraucher müssen sich auf spürbare Aufschläge bei den Heizölpreisen einstellen.

Heizölpreise ziehen deutlich an

Verbraucher in Deutschland müssen sich auf weitere Kostensteigerungen einstellen. Die Notierungen für Heizöl legen erneut zu, getrieben von kräftigen Aufschlägen an den internationalen Warenterminmärkten.

Erste Berechnungen und Markttendenzen weisen auf einen Preisanstieg von 1,5 bis 3 Cent pro Liter im Tagesverlauf hin. Bereits am Vortag stiegen die Notierungen von 170,96 Euro auf 173,99 Euro.

Geopolitische Spannungen treiben Notierungen

Geopolitische Spannungen treiben Notierungen

Die erhoffte Entspannung an den Energiemärkten bleibt aus. Trotz politischer Signale wie einem diskutierten Deal zwischen den USA und Russland verharren die Notierungen auf hohem Niveau und klettern weiter.

Verantwortlich für die Preissteigerungen sind vor allem eskalierende Konflikte im Nahen Osten und die anhaltenden Angriffe im Ukrainekrieg. Die Route durch die Straße von Hormus verzeichnete zuletzt einen spürbaren Rückgang des Tankerverkehrs.

Zusätzliche Brisanz bringt die Lage auf der arabischen Halbinsel: Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen trafen die Zentrale des saudischen Staatskonzerns Aramco mit Marschflugkörpern, was zu Bränden vor Ort führte. Weitere Attacken auf Energieinfrastrukturen wurden angekündigt.

Rohöl und Gasöl deutlich teurer

Die internationalen Großhandelspreise spiegeln die angespannte Sicherheitslage unmittelbar wider. Die Dezember-Kontrakte für europäisches Rohöl der Sorte Brent notieren bei 106,20 Dollar pro Barrel, nachdem sie am Vortag bei 106,11 Dollar lagen.

Für Gasöl, das als direkter Vorläufer für Heizöl gilt, kletterte der Preis auf 1.471 Dollar pro Tonne. Diese Entwicklung schlägt ohne Verzögerung auf die deutschen Endverbraucherpreise durch.

Währungsmärkte dämpfen den Anstieg nur leicht

Eine leichte Entlastung kommt von den Devisenmärkten. Der Euro konnte wieder über die Marke von 1,12 US-Dollar klettern und notiert am Vormittag bei rund 1,1210 Dollar.

Da Rohöl und Gasöl global in US-Dollar abgerechnet werden, verbilligt ein stärkerer Euro die Importe geringfügig. Die Währungsgewinne reichen jedoch nicht aus, um die massiven Rohstoffaufschläge vollständig auszugleichen.

Strategie für Verbraucher

Strategie für Verbraucher

Die globale Versorgungslage mit Erdölprodukten bleibt extrem anfällig für Störungen. Viele Heizölkunden in Deutschland beenden daher ihre Zurückhaltung, bestellen angesichts des hohen Niveaus jedoch häufig nur Teilmengen, um akute Bedarfe zu decken.

Entscheidend für die kommenden Tage bleiben neue Inflationsdaten aus den USA sowie Berichte der Internationalen Energieagentur und die Lagerbestandsdaten des American Petroleum Institute.