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Heizung richtig entlüften: So senken Sie Ihre Heizkosten um bis zu 15 Prozent

Eine Hand öffnet mit einem Entlüftungsschlüssel das Ventil eines Heizkörpers. Aktuelle News

Ein handelsüblicher Vierkantschlüssel reicht aus, um die eingeschlossene Luft aus dem Heizsystem zu lassen.

Das regelmäßige Entlüften der Heizkörper senkt die Heizkosten in Wohngebäuden um bis zu 15 Prozent und beseitigt störende Betriebsgeräusche. Bleibt der obere Bereich eines Heizkörpers trotz aufgedrehtem Thermostat kalt, blockiert eingeschlossene Luft die optimale Zirkulation des Heizwassers.

„Bereits kleine Luftpolster im Heizkörper treiben den Energieverbrauch spürbar in die Höhe und belasten die Umwälzpumpe unnötig“, betont Energieberater Markus Weber von der Verbraucherzentrale.

Wann ist das Entlüften der Heizkörper notwendig?

Typische Anzeichen für Luft im System sind gluckernde oder klopfende Geräusche direkt nach dem Aufdrehen der Ventile.

Zudem erwärmt sich der Heizkörper oft nur im unteren Bereich gleichmäßig, während die obere Hälfte kühl bleibt.

Hausbesitzer und Mieter sollten das Entlüften standardmäßig vor Beginn jeder Heizperiode im Herbst oder unmittelbar nach Reparaturarbeiten am Leitungssystem durchführen.

Benötigte Werkzeuge für die Wartung

Für den gesamten Vorgang sind keine handwerklichen Vorkenntnisse oder teuren Spezialwerkzeuge erforderlich.

Benötigt werden lediglich ein handelsüblicher Vierkant-Entlüftungsschlüssel mit 5 Millimetern Kantenlänge, ein flacher Auffangbehälter sowie ein saugfähiges Baumwolltuch.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Entlüftung

Die sechs Phasen des Entlüftungsvorgangs

  • Umwälzpumpe abschalten: Im Einfamilienhaus vor Beginn die Umwälzpumpe an der Heizungsanlage ausschalten und 30 bis 60 Minuten warten, damit sich die Luftblasen an den höchsten Stellen sammeln. In Mietwohnungen ohne Zugang zur Heizzentrale entfällt dieser Schritt.
  • Thermostate voll aufdrehen: Sämtliche Heizkörperventile auf die maximale Stufe 5 stellen, damit das Heizwasser ungehindert in den Heizkörper strömt.
  • Auffanggefäß positionieren: Das Gefäß und den Lappen direkt unter dem Entlüftungsventil ansetzen, welches sich gegenüber dem Thermostatkopf befindet.
  • Ventil vorsichtig öffnen: Den Entlüftungsschlüssel ansetzen und langsam gegen den Uhrzeigersinn um eine Viertel- bis maximal halbe Umdrehung öffnen, bis ein deutliches Zischen hörbar ist.
  • Luft entweichen lassen: Das Ventil offen halten, bis die Luft vollständig entwichen ist und ein kontinuierlicher, dünner Wasserstrahl ohne Spritzer austritt.
  • Ventil fest verschließen: Das Entlüftungsventil im Uhrzeigersinn wieder handfest andrehen und eventuell ausgetretenes Heizwasser sofort trockenwischen.

Wasserdruck der Heizungsanlage nach der Entlüftung prüfen

Durch das Entweichen von Luft und Wasser sinkt das Druckniveau im geschlossenen Heizkreislauf leicht ab.

Am Manometer der zentralen Heizanlage muss kontrolliert werden, ob der Anlagendruck weiterhin im grün markierten Sollbereich zwischen 1,2 und 2,0 Bar liegt. Fällt der Zeiger unter den Mindestwert, muss über den Nachfüllhahn frisches Heizungswasser nachgespeist werden.