Helsing kooperiert mit Rakuten: Deutsche Drohnen vor Japan-Deal
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Die HX-2-Drohne von Helsing wird derzeit durch das japanische Militär erprobt.
Strategische Allianz für den japanischen Markt
Der deutsche Drohnenentwickler Helsing baut seine internationale Präsenz aus. Wie Reuters berichtet, arbeitet das Unternehmen bei einem potenziellen Verkauf unbemannter Systeme an das japanische Militär mit dem Internet- und Finanzkonzern Rakuten zusammen.
Im Zentrum der Kooperation steht die HX-2-Kampfdrohne. Die Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte Japans unterziehen das System aktuell intensiven Tests, die voraussichtlich bis Ende September laufen werden.
Bereits Anfang des Jahres hatte Helsing eine erste Vereinbarung mit der japanischen Regierung über den Einsatz seiner Technologien getroffen.
Rakuten als Türöffner
Der Einstieg in den japanischen Verteidigungsmarkt gilt als bürokratische Hürde. Hier kommt Rakuten ins Spiel: Der Internetriese soll Helsing dabei helfen, die komplexen Beschaffungsverfahren zu bewältigen und den direkten Kontakt zu den zuständigen Behörden herzustellen.
Obwohl Rakuten selbst kaum Erfahrung in der Rüstungsindustrie besitzt, positioniert sich der Konzern zunehmend als Brückenbauer für Technologieunternehmen. Das Ziel ist es, ausländische Start-ups bei der Akquise militärischer Aufträge in Japan zu unterstützen.
Erste Erfahrungen in diesem Bereich konnte Rakuten bereits sammeln. Anfang des Jahres unterstützte der Konzern das ukrainische Unternehmen Swarmer bei der Demonstration von Software zur Drohnenkoordination vor japanischen Militäreinheiten.

Wachsendes Interesse am japanischen Verteidigungssektor
Helsing wurde 2021 gegründet und hat sich seitdem rasant entwickelt. Das Unternehmen begann mit KI-gestützter Software zur Datenanalyse in Kampfgebieten und erweiterte sein Portfolio um autonome Drohnen, Unterwasserüberwachung und Anwendungen für die Luftfahrt.
Inzwischen beliefert das Unternehmen auch die Ukraine mit Systemen, die durch die Bundesregierung finanziert werden.
Die HX-2-Drohne von Helsing wird derzeit durch das japanische Militär erprobt.
Japan reagiert auf die veränderte Sicherheitslage mit einer deutlichen Erhöhung der Verteidigungsausgaben und einer Lockerung der strengen Rüstungsexportregeln. Dies macht den Markt für ausländische Akteure attraktiv.
Helsing, das im Juli eine Finanzierungsrunde über 1,8 Milliarden US-Dollar abschloss, zählt zu den am besten kapitalisierten europäischen Start-ups im Verteidigungsbereich. Ob die laufenden Tests in einen festen Auftrag münden, ist derzeit noch offen; eine offizielle Stellungnahme der japanischen Streitkräfte liegt bisher nicht vor.

