Hitzeschutz: Rheinland-Pfalz übernimmt Investitionskosten für Kliniken
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Maßnahmen zum Hitzeschutz gewinnen in Pflegeeinrichtungen und Kliniken zunehmend an Bedeutung.
Rheinland-Pfalz nimmt den Hitzeschutz in seinen Gesundheitseinrichtungen in den Fokus. Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) kündigte im Landtag an, dass das Land die Kosten für entsprechende Schutzmaßnahmen künftig vollständig übernehmen wird.
Bisher mussten Kliniken einen Eigenanteil bei Investitionen tragen. Dieser fällt nun weg, um die Einrichtungen angesichts der steigenden Temperaturen zu entlasten.
Analyse des Bedarfs
Die Umsetzung startet mit einer Bestandsaufnahme. In den rund 80 Kliniken des Landes wird individuell geprüft, welche baulichen Maßnahmen für einen effektiven Hitzeschutz notwendig sind.
Für diese Analyse stellt das Land rund 8 Millionen Euro bereit. Experten schätzen das Gesamtvolumen für die notwendige Umrüstung der Krankenhäuser auf mindestens 400 Millionen Euro.
Der Handlungsbedarf ist groß: Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind in Deutschland in diesem Jahr bereits etwa 1.600 Menschen an den direkten Folgen von Hitze gestorben.

Positive Resonanz der Krankenhausgesellschaft
Der Lobbyverband der Kliniken begrüßt den Vorstoß des Gesundheitsministeriums ausdrücklich. Geschäftsführer Andreas Wermter betonte, dass viele Krankenhäuser unter erheblichem finanziellen Druck stünden.
Der Wegfall des Eigenanteils sei essenziell, da viele Häuser die Mittel für solche Investitionen aus eigener Kraft nicht aufbringen könnten. Der Verband hofft nun, dass dieses Modell auch auf andere Investitionsvorhaben ausgeweitet wird.
Eine Seniorin nutzt einen Ventilator zur Abkühlung.
Modellprojekt in Ludwigshafen
Wie ein klimafestes Krankenhaus in der Praxis aussehen kann, soll in Ludwigshafen erprobt werden. Das St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus fungieren dabei als Modellprojekt.
Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Hitzeschutzstrategien der weiteren Kliniken im Land dienen.

