Hortensien vermehren: So ziehen Sie Ihre eigenen Blütensträucher zum Nulltarif
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Die Bauern-Hortensie ist die beliebteste Hortensienart.
Hortensien sind das Herzstück vieler Gärten. Insbesondere Bauern-Hortensien überzeugen von Juli bis in den Herbst mit ihren imposanten Blütenbällen. Wer seinen Bestand vergrößern möchte, muss keine teuren Pflanzen im Fachhandel kaufen. Die Vermehrung über Stecklinge ist unkompliziert und gelingt auch Hobbygärtnern zuverlässig.
Zwar ist das Frühjahr der ideale Zeitpunkt für den Schnitt, doch auch im August können Sie problemlos zur Gartenschere greifen. Dies gilt für nahezu alle Hydrangea-Arten. Ob als Solitärpflanze oder als Teil einer Blütenhecke – mit etwas Geduld ziehen Sie sich Ihre Pflanzen selbst heran.
Schritt-für-Schritt zur eigenen Hortensie
Für eine erfolgreiche Anzucht benötigen Sie Triebe, die noch nicht vollständig verholzt sind. Ideal sind grüne, halbverholzte und blütenlose Triebe.
Triebe für die Hortensienvermehrung zuschneiden.
Schneiden Sie die Kopfstecklinge direkt unterhalb des dritten Blattpaars ab. Entfernen Sie anschließend die unteren beiden Blätter und kürzen Sie den Steckling direkt unter dem Blattknoten.
Hortensienstecklinge werden passend zugeschnitten.
Damit der Steckling nicht zu viel Feuchtigkeit verdunstet, sollten Sie die verbleibenden Blätter um etwa die Hälfte einkürzen. Dies verbessert die Anwachschancen massiv.
Kürzen der Blätter zur Reduzierung der Verdunstung.
Optional können Sie das untere Ende des Triebs in Bewurzelungspulver tauchen. Setzen Sie die Stecklinge anschließend in kleine Töpfe mit nährstoffarmer Aussaaterde, um die Wurzelbildung anzuregen.

Vorbereitung des Stecklings vor dem Einpflanzen.
Bewurzelungshilfe für die Anzucht.
Verwendung von spezieller Aussaaterde.
Platzieren Sie etwa zwei Stecklinge pro Topf und gießen Sie diese mit einer Sprühflasche an. Für ein ideales Kleinklima empfiehlt es sich, die Töpfe mit einem transparenten Folienbeutel oder einer Haube abzudecken.
Einsetzen der Stecklinge in die Erde.
Abdecken der Töpfe zur Erzeugung eines feuchten Klimas.
Stellen Sie die Gefäße hell, aber geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung auf. Lüften Sie das Mini-Treibhaus alle paar Tage und achten Sie darauf, dass die Erde stets gleichmäßig feucht bleibt.
Standort der Stecklinge während der Wurzelbildung.
Winterpflege und Auspflanzung
Nach einigen Wochen haben die Stecklinge in der Regel Wurzeln gebildet. Topfen Sie die Jungpflanzen dann einzeln um. Da sie im ersten Lebensjahr noch frostempfindlich sind, sollten sie den ersten Winter an einem kühlen, frostfreien Ort verbringen.
Im darauffolgenden Frühjahr können die Hortensien dann an ihren endgültigen Platz im Garten ausgesetzt werden.
Eine gut entwickelte Bauern-Hortensie.
Alternative Methoden
Arten wie Rispen- oder Schneeballhortensien lassen sich alternativ durch Steckholz vermehren. Dabei werden unbelaubte Triebe während der Ruhephase im Spätwinter geschnitten. Die Teilung des Wurzelstocks ist ebenfalls möglich, führt jedoch häufig zu ästhetischen Einbußen an der Mutterpflanze, weshalb die Stecklingsmethode meist die erste Wahl für jeden Gärtner bleibt.










