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Inflation bei 69,9 % und Benzin für 2 Monate: US-Sanktionen treffen Irans Wirtschaft hart

Inflation bei 69,9 % und Benzin für 2 Monate: US-Sanktionen treffen Irans Wirtschaft hart Aktuelle News

Inflation bei 69,9 % und Benzin für 2 Monate: US-Sanktionen treffen Irans Wirtschaft hart

Die verschärften US-Sanktionen und die Blockade iranischer Ölexporte zeigen zunehmend drastische Wirkung. Nach Angaben iranischer Insider gerät Teheran bei der Beschaffung von Devisen und lebenswichtigen Gütern in massive Bedrängnis.

Der Zugang zu internationalen Finanzmärkten ist weitgehend gekappt, wodurch die wichtigste Einnahmequelle des Landes praktisch ausfällt. Es kommt kaum noch ausländisches Geld ins Land, während Ölausfuhren fast vollständig blockiert sind.

Finanzielle Isolation und Ausfall wichtiger Partner

Die sogenannten Sekundärsanktionen der USA zielen direkt auf ausländische Geschäftspartner ab, um Transaktionen in US-Dollar zu unterbinden. Ohne diese Devisen lassen sich weder Ölverkäufe abwickeln noch notwendige Importe finanzieren.

Den Behörden in Teheran fehlt mittlerweile das Bargeld, um Umgehungsstrategien wie Briefkastenfirmen oder Schmuggel über nicht registrierte Tanker zu bezahlen. Zudem haben die Vereinigten Arabischen Emirate Mitte August infolge iranischer Angriffe sämtliche Handels- und Finanzbeziehungen mit Teheran vorerst gestoppt.

Treibstoffreserven schrumpfen rapide

Die Krise greift direkt auf die Energieversorgung über. Einem Insider zufolge reichen die landesweiten Benzinvorräte derzeit nur noch für etwa zwei Monate.

Zwar verfügt der Iran über immense Rohölvorkommen, besitzt jedoch unzureichende eigene Raffineriekapazitäten. Um den Inlandsbedarf zu decken, bleibt das Land zwingend auf Treibstoffimporte angewiesen.

69,9 Prozent Inflation belastet den Alltag

Bereits vor den jüngsten Verschärfungen litt die iranische Wirtschaft unter einer schwachen Landeswährung und Kriegsschäden an der Infrastruktur. Zuletzt fiel der Rial auf ein neues Rekordtief.

Die offizielle Inflationsrate liegt im Zwölf-Monats-Durchschnitt bei 69,9 Prozent, wobei sich Preise für Lebensmittel, Getränke und Tabak noch deutlich schneller verteuern. Bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von rund 125 US-Dollar belaufen sich die notwendigen monatlichen Ausgaben eines Haushalts laut offiziellen Zahlen auf etwa 450 Dollar.