INSA-Sonntagsfrage: AfD bei 28 Prozent, Schwarz-Rot stürzt auf 33 Prozent ab
Aktuelle News
Stimmabgabe in einem Wahllokal in Tangermünde.
Die AfD verliert im aktuellen INSA-Meinungstrend leicht an Boden, bleibt aber mit deutlichem Abstand stärkste Kraft auf Bundesebene. Währenddessen verharrt die amtierende Regierungskoalition in einem schweren Umfragetief.
Laut der Erhebung für die Bild am Sonntag verliert die AfD im Vergleich zur Vorwoche einen Zähler und landet bei 28 Prozent. Die SPD verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent und zieht damit mit den Grünen gleich.
Sonntagsfrage: AfD klar vorn, FDP und BSW unter der Hürde
Für die repräsentative Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut INSA zwischen dem 31. August und dem 4. September insgesamt 1.206 Wahlberechtigte.
Szene aus einem Wahllokal in Tangermünde.
Die Parteienwerte im Detail:
- AfD: 28 Prozent (-1)
- CDU/CSU: 20 Prozent (unverändert)
- Grüne: 13 Prozent (unverändert)
- SPD: 13 Prozent (+1)
- Die Linke: 10 Prozent (unverändert)
- BSW: 4 Prozent (unverändert)
- FDP: 4 Prozent (unverändert)
Sowohl das BSW als auch die FDP würden mit jeweils vier Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde verpassen und nicht im Bundestag vertreten sein.
Massive Unzufriedenheit mit der Regierungsspitze
Die schwarz-rote Bundesregierung stößt bei den Bürgern auf breite Ablehnung. Satte 78 Prozent der Befragten äußern sich unzufrieden mit der Regierungsarbeit, nur 17 Prozent stellen ihr ein positives Zeugnis aus.
Besonders die Zufriedenheitswerte der beiden Spitzenpolitiker brechen ein: 77 Prozent sind mit der Arbeit von Kanzler Friedrich Merz (CDU) unzufrieden, während 16 Prozent seine Arbeit positiv bewerten.
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) verzeichnet ebenfalls schwache Werte. 65 Prozent zeigen sich mit seiner Leistung unzufrieden, 19 Prozent bewerten ihn positiv.
Koalitionsrechner: Nur Kenia hätte eine Mehrheit
Da 16 Prozent der Stimmen an Parteien gehen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, reichen rechnerisch bereits gut 42 Prozent für eine parlamentarische Mehrheit.
Das amtierende Bündnis aus Union und SPD kommt gemeinsam lediglich auf 33 Prozent und hätte damit keine Mehrheit mehr. Ein rot-grün-rotes Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei verfehlt die Marke mit 36 Prozent ebenfalls deutlich.
Einzig eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU/CSU, SPD und Grünen käme mit addierten 46 Prozent auf eine regierungsfähige Mehrheit im Parlament.

