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On Air Festival

Iran meldet 100 beschädigte Zivilmaschinen nach 40-tägigem Konflikt

Ein ziviles Passagierflugzeug auf einem Rollfeld in einem Krisengebiet. Spannende Geschichten

Mehr als 100 zivile Flugzeuge wurden laut iranischen Behörden durch den Konflikt beschädigt.

Bilanz eines 40-tägigen Konflikts

Kriegerische Auseinandersetzungen treffen regelmäßig zivile Infrastruktur. Besonders kritisch ist die Lage an Flughäfen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden oder für das Militär von strategischem Wert sind. Dies führt häufig zu erheblichen Schäden an Passagiermaschinen.

Mitte April zogen iranische Behörden eine erste Bilanz über die Auswirkungen des Konflikts mit Israel und den USA. Der Fokus lag dabei auf der ersten Kampfphase zwischen dem 28. Februar und dem 8. April. Laut Angaben des iranischen Ministeriums für Straßen und Stadtentwicklung wurden in diesem Zeitraum rund 100 zivile Flugzeuge in Mitleidenschaft gezogen.

Eingeschränkte Einsatzbereitschaft

Die zuständige Ministerin Farzaneh Sadeq präzisierte die Zahlen: Von den betroffenen Maschinen wurden acht Flugzeuge vollständig zerstört. Bei den übrigen rund 90 Flugzeugen handelt es sich um Maschinen, die bereits vor den Angriffen außer Betrieb waren und als Ersatzteilspender dienten.

Die Schäden beschränken sich nicht auf den Großraum Teheran. Auch an Standorten wie Bushehr, Mashhad und Bandar Abbas wurden Flugzeuge beschädigt. Konkrete Details zu betroffenen Airline-Marken oder spezifischen Flugzeugtypen nannte die Ministerin nicht, weshalb eine unabhängige Überprüfung der Daten derzeit nicht möglich ist.

Wachsende Probleme für den Luftverkehr

Bereits im März meldeten iranische Stellen gezielte Treffer auf zivile Maschinen, darunter eine Airbus A319 von Iran Air in Bushehr sowie zwei Fokker 50 von Karun Airlines in Ahvaz. Auch in Mashhad sollen laut iranischen und israelischen Berichten eine A340 und eine Boeing 777 der Mahan Air zerstört worden sein.

Iran meldet 100 beschädigte Zivilmaschinen nach 40-tägigem Konflikt

Der Verlust dieser Kapazitäten wiegt schwer, da der iranische Luftverkehr bereits vor dem Konflikt massiv unter westlichen Sanktionen litt. Die Ersatzteilbeschaffung ist für die Airlines im Land seit Jahren ein existentielles Problem, das den Betrieb der verbliebenen Flotte extrem erschwert.

Schäden auf beiden Seiten

Der Konflikt hat auch Auswirkungen auf internationale Drehkreuze in der Golfregion und darüber hinaus. Berichte über abgefangene Raketenteile, die am Flughafen Tel Aviv ein Privatflugzeug zerstörten, unterstreichen das Risiko für die zivile Luftfahrt in der gesamten Region.

Auch Flughäfen in Kuwait und Aserbaidschan wurden Ziel von Angriffen. Das Wall Street Journal berichtete zudem über Beschädigungen an einer Airbus A380 von Emirates sowie einer A321 von Saudia am Flughafen Dubai International. Die sicherheitspolitische Lage bleibt für den zivilen Luftverkehr in der betroffenen Region hochgradig volatil.