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Jeans bis zu 10 Mal tragen: Wie oft Kleidung, Bettwäsche und Handtücher wirklich in die Waschmaschine müssen

Ein Wäschekorb mit Handtüchern vor einer Waschmaschine Aktuelle News

Viele Textilien landen im Alltag deutlich früher in der Waschmaschine als hygienisch erforderlich.

Viele Kleidungsstücke landen im Haushalt eher aus reiner Gewohnheit in der Trommel als aus echter Notwendigkeit. Zu häufige Waschgänge schaden auf Dauer dem Gewebe, bleichen Farben aus und treiben die Strom- und Wasserkosten unnötig in die Höhe.

Entscheidend für den richtigen Waschzeitpunkt sind der direkte Hautkontakt, die Schweißbildung und das jeweilige Material. Während manche Textilien strikte Hygiene verlangen, vertragen andere viele Einsätze ohne Wasser und Waschmittel.

Jeans: Bis zu 10 Tragezyklen sind möglich

Denim-Stoffe gehören zu den robustesten Materialien im Kleiderschrank und sollten so selten wie möglich gewaschen werden. Laut Empfehlungen des SWR reicht es bei normaler Nutzung aus, eine Jeans erst nach etwa 10 Tragetagen oder bei sichtbaren Flecken zu waschen.

Um Form und Waschung zu erhalten, gehört die Jeans im Schonwaschgang bei niedrigen Temperaturen in die Maschine. Anschließend wird die Hose auf links gedreht an der Luft getrocknet – der Wäschetrockner sollte tabu bleiben. Gegen leichte Gerüche hilft oft schon einfaches Auslüften oder das Aufhängen im feuchten Badezimmer nach dem Duschen.

Bettwäsche und Handtücher: Feste Intervalle beachten

Da der Körper nachts Schweiß und Hautschuppen absondert, empfiehlt sich für Bettwäsche ein Rhythmus von etwa zwei Wochen. Wer nachts stark schwitzt oder krank war, sollte den Bezug bereits früher wechseln.

Eine Wäschekorb mit Handtüchern, im Hintergrund steht eine Waschmaschine
Ein Wäschekorb mit Handtüchern vor einer Waschmaschine im Badezimmer.

Handtücher verbleiben in vielen Haushalten zu lange an den Haken. In feuchten Stoffen vermehren sich Bakterien und Pilze besonders schnell, was Hautreizungen verursachen kann.

Jeans bis zu 10 Mal tragen: Wie oft Kleidung, Bettwäsche und Handtücher wirklich in die Waschmaschine müssen

Biologin Dr. Shiwa Soukou rät dazu, normal getrocknete Duschtücher nach drei bis vier Anwendungen auszutauschen. Handtücher für mehrere Personen oder feuchte Gästehandtücher gehören spätestens nach einer Woche in die Wäsche.

Unterwäsche und Sportkleidung: Keine Ausnahme bei Hygiene

Bei Unterhosen, Socken und stark verschwitzter Sportkleidung gilt eine klare Regel: Sie gehören nach jedem einzelnen Tragen in die Maschine. Im Intimbereich begünstigt die Kombination aus Feuchtigkeit und Körperwärme die Ansiedlung von Keimen, weshalb optische Sauberkeit hier kein Maßstab ist.

Funktionskleidung aus dem Training sollte zügig und bei geringer Hitze gereinigt werden, damit Schweißgerüche sich nicht dauerhaft in den Synthetikfasern festsetzen.

Schlafanzug, BH und Pullover: Mehrere Einsätze erlaubt

Ein BH in einer Waschmaschine
Ein BH liegt für den Waschgang in der Waschtrommel.

Viele Alltagsstücke benötigen weit weniger Waschgänge als gemeinhin angenommen. Textilien aus Naturfasern wie Wolle verfügen über selbstreinigende Eigenschaften und regenerieren sich an der frischen Luft.

Die Richtwerte für die Garderobe:

  • Schlafanzüge: Nach drei bis vier Nächten waschen.
  • BHs: Nach drei bis vier Tragetagen im Schonwaschgang reinigen.
  • Pullover: Nach zwei bis drei Einsätzen waschen, Wollsachen bevorzugt lüften.
  • Unterhemden: Nach jedem Tragen direkt in den Wäschekorb geben.