Johannes Liebmann: 19-jähriger Deutscher schwimmt Weltrekord in Paris
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Johannes Liebmann dominiert das Finale über 1500 Meter Freistil.
Historischer Sieg in Paris
Johannes Liebmann hat bei der Schwimm-Europameisterschaft in Paris ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt. Der 19-jährige Deutsche sicherte sich die Goldmedaille über 1500 Meter Freistil und unterbot dabei den bisherigen Weltrekord.
Mit einer Zeit von 14:26,79 Minuten schlug Liebmann an der Beckenwand an. Damit war er fast vier Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Bobby Finke aus den USA. Silber ging an den Ungarn Zalan Sarkany, während sich der Deutsche Oliver Klemet die Bronzemedaille sicherte.
Zweites Gold für Liebmann
Für den 19-Jährigen ist es bereits das zweite Gold bei diesen Titelkämpfen. Zuvor hatte er sich bereits über 800 Meter Freistil gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt. Sein Erfolg in Paris kommt nach einer rasanten Entwicklung: Bereits im April hatte Liebmann mit einem Europarekord über 800 Meter für Aufmerksamkeit gesorgt.
Sportdirektor Christian Hansmann zeigte sich im ZDF beeindruckt von der Leistung: „So eine Zeit kann man nicht planen. Mit einer Medaille hatten wir gerechnet, aber dieser Weltrekord ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Entwicklung.“

Dominanz im Becken
Bereits kurz nach dem Start setzte sich Liebmann an die Spitze des Feldes. Während der Ungar Zalan Sarkany das hohe Anfangstempo zunächst mitgehen konnte, musste er Liebmann im Rennverlauf ziehen lassen.
Die Atmosphäre im Centre Aquatique Olympique erreichte ihren Höhepunkt auf den letzten 200 Metern, als sich die Zuschauer erhoben, um den jungen Athleten ins Ziel zu tragen. Die Souveränität, mit der Liebmann derzeit auftritt, sorgt bei der Konkurrenz bereits für Respekt. Sven Schwarz, der über 800 Meter hinter ihm Silber gewann, betonte: „Wir müssen jetzt alle arbeiten, dass wir wieder an ihn rankommen.“
