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On Air Festival

Julie Andrews wird 91: Mit 30 Minuten Bewegung fühlt sie sich wie 50

Schauspielerin Julie Andrews bei einer Veranstaltung Aktuelle News

Julie Andrews schwört seit Jahrzehnten auf tägliche Bewegungseinheiten am Morgen.

Oscar-Preisträgerin Julie Andrews feiert Anfang Oktober ihren 91. Geburtstag. Eine geheime Formel für langes Leben besitzt die britische Schauspielerin nach eigener Aussage zwar nicht, doch ihr Alltag folgt festen Mustern.

„Ich habe mein ganzes Leben lang morgens als Erstes trainiert“, erklärte Andrews im Gespräch mit Yahoo Life. Auch wenn sie das Pensum mittlerweile reduziert hat, bleibt körperliche Aktivität der Grundpfeiler ihres Tagesablaufs.

Vom Ballett-Training zur sanften Morgenroutine

Bereits 1996 zeigte Andrews in der US-amerikanischen Rosie O’Donnell Show, woraus ihr Programm damals bestand: Täglich 45 Minuten Stretching, Aerobic und Übungen an der Ballettstange gehörten fest dazu.

Um das Jahr 2000 passte die Darstellerin ihr Training an. Gegenüber dem Magazin Woman & Home betonte sie, fortan mit möglichst wenig Aufwand den größten Effekt erzielen zu wollen.

Statt täglicher Härte standen nun alle zwei Tage 30 bis 40 Minuten Yoga und Ballettelemente auf dem Plan. Ihr Fokus lag dabei nicht auf optischen Veränderungen, sondern auf dem Erhalt der Beweglichkeit.

Hügeltraining und frühe Bühnendisziplin

Zur Vorbereitung auf Auftritte am Londoner Palladium nutzte Andrews ausgedehnte Spaziergänge im englischen Umland. Steile Hügel und Anstiege dienten ihr dabei gezielt als Beintraining, wie sie 1993 dem Magazin Theatre Week schilderte.

Diese Disziplin führt die Schauspielerin auf ihre Anfänge im Showgeschäft zurück. Das harte Training ihrer Jugendzeit habe ihr eine ausgeprägte Arbeitsmoral vermittelt, die bis heute anhält.

Julie Andrews wird 91: Mit 30 Minuten Bewegung fühlt sie sich wie 50

Mentale Fitness durch kreative Beschäftigung

Neben Bewegung spielt geistige Aktivität eine entscheidende Rolle. Ihre Tochter Emma Walton Hamilton erklärt die Vitalität ihrer Mutter vor allem mit deren ausgeprägter Neugier und dauerhaftem Interesse an kreativen Prozessen.

Kreative Hobbys fordern das Gehirn

Dass geistige Freizeitaktivitäten die Gehirngesundheit stützen, belegt eine Metaanalyse aus dem Jahr 2022 im Fachjournal Neurology. Demnach senken regelmäßige Denkanreize das Demenzrisiko messbar.

Neurophysiologe Gerd Wirtz empfiehlt manuelle Tätigkeiten wie Stricken, Töpfern, Nähen, Backen, Musizieren oder Gartenarbeit. Die wiederkehrenden Abläufe senken das Stressniveau und fordern gleichzeitig Feinmotorik und Gedächtnis.

„Gefühlt in den Fünfzigern“

Im Podcast Wiser Than Me von Julia Louis-Dreyfus zog Andrews 2024 Bilanz: „Ehrlich gesagt fühle ich mich wahrscheinlich wie in meinen Fünfzigern. Solange das Gehirn mitspielt, geht es mir gut.“

Zwar bezeichnete sie das Älterwerden phasenweise als lästig, da sie gerne noch mehr trainieren würde, doch Andrews setzt stattdessen auf stetige Anpassung.

Gelenkschonendes Training ab 50

Sportwissenschaftler Michèl Gleich betont, dass sogenannte Low-Impact-Workouts im Alter oft nachhaltiger wirken als hochintensive Belastungen. Folgende sechs Bewegungsformen eignen sich besonders:

  • Zügiges Gehen: Fördert das Herz-Kreislauf-System bei minimalem Gelenkstress.
  • Radfahren: Kräftigt die Beine ohne Stoßbelastungen.
  • Schwimmen oder Aquajogging: Schont Sehnen und Bänder bei hohem Muskelreiz.
  • Funktionelles Krafttraining: Schützt vor altersbedingtem Muskelverlust.
  • Pilates: Stabilisiert die Haltung und stärkt tiefe Muskelgruppen.
  • Sprungfreies Intervalltraining: Steigert die Ausdauer ohne Überlastungsschäden.