Kaltfront fegt über Deutschland: Sturmböen bis 85 km/h und 40 Liter Regen erwartet
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Kaltfront fegt über Deutschland: Sturmböen bis 85 km/h und 40 Liter Regen erwartet
Eine Kaltfront überquert Deutschland von Nordwesten nach Südosten. Sie verdrängt die feucht-heiße Subtropikluft der vergangenen Tage und leitet kühlere Polarluft ins Land.
Nach dem Durchzug der Front stellt sich die Wetterlage grundlegend um. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt ab Donnerstag eine mehrtägige, ruhige Phase ohne markante Wettergefahren an.
Sturmböen bis 85 km/h und lokaler Starkregen
Am Mittwoch dominieren vor allem im Nordwesten und im Bergland stürmische Winde. An den Küsten und in höheren Lagen erreichen die Böen Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h, auf exponierten Gipfeln sind Sturmböen bis 85 km/h möglich.
Gleichzeitig treten punktuell Gewitter auf. Dabei können innerhalb einer Stunde rund 15 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, begleitet von Windböen bis 70 km/h.
Wanderer stemmen sich auf dem Brocken gegen den Wind.
Regionale Entwicklungen im Überblick
In Sachsen-Anhalt verzeichnet der Brocken Sturmböen um 80 km/h aus westlicher Richtung, während im Harzumfeld Böen bis 60 km/h auftreten. Am Abend sind in der Altmark und im Harz kurze Gewitter möglich.
Für Berlin und Brandenburg bleibt die Lage weitgehend ruhig; lediglich in der Prignitz sind gegen Abend einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Sachsen hat den Schwerpunkt bereits am Vormittag hinter sich gelassen, während in Mecklenburg-Vorpommern am Nachmittag Gewitter von Westen her aufziehen.
Den intensivsten Dauerregen verzeichnet der Süden. Entlang der Alpen fallen in einem Zeitraum von zwölf bis 18 Stunden örtlich 30 bis 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
Hochsommer weicht stabiler Hochdrucklage
Der meteorologische Herbst hat am 1. September begonnen, der kalendarische Sommer dauert noch bis zum 22. September an. Die Phase extremer Hitze ist mit der aktuellen Front vorerst beendet.
Für Donnerstag, Freitag und Samstag prognostiziert der DWD trockenes Hochdruckwetter. Mitte September besteht laut Wetterprognosen die Chance auf eine spätsommerliche Rückkehr: Ein stabiles Hoch könnte zwischen dem 15. und 18. September im Süden und in der Mitte nochmals Höchstwerte von 25 bis 30 Grad bringen.

