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Kellerasseln im Haus: Warum die Krebstiere ein klares Alarmsignal für Feuchtigkeit sind

Kellerassel auf feuchtem Untergrund im Haus Aktuelle News

Kellerasseln benötigen feuchte Umgebungen und dienen als Indikator für Feuchtigkeitsprobleme.

Kriechen Kellerasseln durch das Badezimmer oder den Keller, ist das selten ein Zufall. Die kleinen Krebstiere gelten als biologische Indikatoren, da sie zum Überleben zwingend auf ein feuchtes Milieu angewiesen sind.

Zwar übertragen die Tiere keine Krankheiten und richten an sich keinen gesundheitlichen Schaden an. Ihr Erscheinen deutet jedoch auf ein Raumklima hin, das auch Schimmelpilzen ideale Wachstumsbedingungen bietet.

Ursachen: Warum Kellerasseln in Wohnräume wandern

Das Auftreten von Kellerasseln in Wohnräumen weist oft auf erhöhte Luftfeuchtigkeit oder bauliche Mängel hin. Die Tiere gelangen meist über winzige Zugänge von außen in die Gebäude.

Typische Auslöser für das Eindringen sind:

  • Ungenügende Belüftung in feuchten Räumen wie Bädern oder Kellern
  • Undichte Fenster, Türen oder beschädigte Dichtungen
  • Risse im Mauerwerk und offene Fugen
  • Dauerhaft feuchte Badematten und Handtücher

Effektive Bekämpfung ohne chemische Mittel

Chemische Insektizide sind bei einem Befall in der Regel überflüssig. Die Bestände lassen sich mit gezielten Maßnahmen und einfachen Hausmitteln reduzieren.

Hausmittel und natürliche Fallen

Lockfallen bieten eine einfache Möglichkeit, die Tiere einzufangen. Ausgehöhlte rohe oder gekochte Kartoffeln, Karotten oder angefeuchtetes Holz locken die Asseln über Nacht an.

Kellerasseln im Haus: Warum die Krebstiere ein klares Alarmsignal für Feuchtigkeit sind

Am nächsten Morgen können die Tiere samt Köder auf den Kompost gebracht werden. Dort sind sie nützlich, da sie organisches Material zersetzen und Humus aufbauen.

Gegen die Ausbreitung helfen zudem folgende Mittel:

  • Kieselgur: Das feine Mineralpulver zerstört den Panzer der Tiere und entzieht ihnen Feuchtigkeit. Beim Ausbringen sollte der Staub nicht eingeatmet werden.
  • Ätherische Öle: Gerüche wie Lavendel- oder Teebaumöl wirken abschreckend auf die Tiere.
  • Gewürze: Barrieren aus Zimt oder getrocknetem Salbei halten Asseln von feuchten Ecken fern.
  • Insektizidfreie Klebefallen: Varianten mit Pheromonen oder Fraßlockstoffen fangen die Tiere mechanisch ab.

Feuchtigkeit im Gebäude dauerhaft senken

Das reine Absammeln reduziert die Population nur vorübergehend. Nach Angaben des Umweltbundesamts ist die Beseitigung der Ursachen der entscheidende Schritt.

Ein konsequentes Lüftungsverhalten entzieht den Asseln die Lebensgrundlage. Zwei- bis dreimal tägliches Stoß- oder Querlüften transportiert feuchte Luft effektiv nach draußen. Dauerhaft gekippte Fenster im Winter kühlen dagegen die Wände aus und fördern Feuchtigkeit.

Zusätzlich sollten Fliesen nach dem Duschen mit einem Abzieher getrocknet und feuchte Handtücher zügig aufgehängt werden. In unbelüfteten Räumen gehört keine nasse Wäsche. Risse im Mauerwerk müssen abgedichtet und Fliegengitter an Kellerfenstern angebracht werden.