Khabib Nurmagomedovs Mission: Warum Islam Makhachev zum GOAT werden muss
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Khabib Nurmagomedov im Gespräch mit Lex Fridman über die Zukunft von Islam Makhachev.
Khabib Nurmagomedov zählt zweifellos zu den besten Kämpfern der MMA-Geschichte. Jetzt richtet sich sein Blick auf seinen Schützling Islam Makhachev: Er will, dass dieser seinen eigenen Platz in der Diskussion um den „Greatest of All Time“ (GOAT) einnimmt.
Makhachev steht am kommenden Samstag vor einem entscheidenden Moment. Im Hauptkampf von UFC 330 tritt er gegen Ian Machado Garry an, um seinen Weltergewichtstitel zu verteidigen. Ein Sieg würde ihn in einen elitären Kreis von Kämpfern heben, die Titel in zwei Gewichtsklassen verteidigt haben. Zudem winkt ein historischer Rekord: Mit einem Erfolg würde er Anderson Silvas Bestmarke von 17 aufeinanderfolgenden Siegen in der UFC übertreffen.
Der Weg zur absoluten Größe
In einem ausführlichen Gespräch mit Lex Fridman äußerte sich Nurmagomedov zur GOAT-Debatte. Er selbst habe nie danach gestrebt, sich als „Nummer 1“ zu definieren. Sein Ziel sei es stets gewesen, der Beste in seinem Sport zu sein und sein Können im Käfig zu beweisen.
„Es ist schwer, nur eine Person auszuwählen“, erklärte Nurmagomedov. Namen wie Georges St-Pierre, Demetrious Johnson, Jon Jones und Fedor Emelianenko nannte er als die üblichen Verdächtigen dieser Diskussion. Sein Ehrgeiz für das Team ist jedoch klar: „Wenn Jon Jones dort steht, warum kann Islam nicht dort stehen? Wenn Demetrious Johnson mit 11 Titelverteidigungen dort steht, warum nicht Islam? Ich möchte, dass er all diese Rekorde bricht.“
Die Herausforderung: Der Faktor Zeit
Makhachev, der im Oktober 35 Jahre alt wird, hat bereits eine beeindruckende Bilanz von 28-1 vorzuweisen. Trotz seines Status als aktuell bester Kämpfer in den Pound-for-Pound-Rankings, sieht Nurmagomedov eine tickende Uhr.

„Islam hat eine Chance, aber die Zeit läuft langsam ab“, warnt der ehemalige Champion. Er betont, dass in den leichteren Gewichtsklassen – wie den 155 oder 170 Pfund – das Alter eine deutlichere Rolle spielt als in den schweren Divisionen. „Wenn du 35 bist, 32 oder 38, bist du ein völlig anderer Athlet“, so Nurmagomedov. Die Reaktionsschnelligkeit lasse mit zunehmendem Alter in diesen Gewichtsklassen unweigerlich nach.
Ein Erbe, das weiterlebt
Die enge Bindung zwischen den beiden ist tief verwurzelt. Sie wurden zusammen großgezogen und von Khabibs Vater, Abdulmanap Nurmagomedov, trainiert. Diese jahrelange Ausbildung im gemeinsamen Gym hat eine Art „Kette“ erzeugt, die Generationen von Kämpfern hervorbringt.
„Wir haben viele Jahre zusammen trainiert“, erinnert sich Nurmagomedov. Er fungierte als Mentee für die Älteren und wurde schließlich selbst zum Anführer, bevor er den Stab an Makhachev weitergab. „Ich habe das Gym verlassen, Islam ist in die erste Reihe gerückt. Und jetzt folgen andere nach – Usman, Amru und weitere. Dieser Kreislauf hört niemals auf.“
Für Nurmagomedov ist es diese generationenübergreifende Kontinuität, die ein Team wirklich stark macht. Ob Makhachev die Messlatte von Legenden wie Jon Jones tatsächlich überspringen kann, wird sich in den kommenden Kämpfen zeigen.
