Kia Sportage 1.6 CRDi im Praxistest: Sparwunder mit Komfort-Fokus
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Der Kia Sportage der fünften Generation setzt auf ein eigenständiges und selbstbewusstes Design.
Design und Raumnutzung
Der aktuelle Kia Sportage bricht mit dem Mainstream. Die fünfte Generation präsentiert sich mit einer markanten Front und einer auffälligen Heckgestaltung, die aus der Masse der SUVs heraussticht. Dieses mutige Design hat jedoch einen praktischen Nachteil: Die massiven hinteren Dachsäulen beeinträchtigen die Sicht nach hinten, weshalb die Rückfahrkamera im Alltag unverzichtbar ist.
Innen überzeugt der Koreaner durch eine solide Verarbeitung und eine klare Struktur. Das Platzangebot ist großzügig; selbst auf der Rückbank reisen Erwachsene auch auf längeren Strecken komfortabel. Trotz der 48-Volt-Mildhybrid-Technik bleibt der Kofferraum mit über 500 Litern Volumen voll alltagstauglich und lässt sich bei Bedarf auf bis zu 1.700 Liter erweitern.
Infotainment und Bedienung
Kia setzt auf eine moderne Optik mit zwei in einer Einheit verschmolzenen Displays. Ein cleveres, wenn auch gewöhnungsbedürftiges Detail ist die doppelt belegte Bedienleiste unter dem Bildschirm. Sie wechselt zwischen Klimafunktionen und Infotainment-Steuerung. Das spart physische Tasten, erfordert aber beim schnellen Temperaturwechsel im Fahrbetrieb eine kurze Lernphase.
Antrieb: Souveräner Langstreckler
Der 1,6-Liter-Diesel leistet 136 PS (100 kW) und liefert ein Drehmoment von 320 Nm. In Verbindung mit dem 48-Volt-System und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) arbeitet der Motor kultiviert und sparsam. Während das Getriebe im Normalbetrieb weich schaltet, zeigt sich beim Kickdown gelegentlich eine leichte Gedenksekunde.

Der Verbrauch beeindruckt: Im Test standen durchschnittlich 5,2 Liter auf 100 Kilometern zu Buche, bei sparsamer Fahrweise ist sogar eine Fünf-Liter-Marke unterschreitbar. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, was für den typischen Einsatzbereich vollkommen ausreicht.
Fahrkomfort
Der Sportage ist ein reiner Komfort-SUV. Das Fahrwerk bügelt Unebenheiten souverän weg, und die Lenkung agiert angenehm leichtgängig. Auf der Autobahn glänzt der Diesel mit Laufruhe, erst bei hohem Tempo nehmen die Windgeräusche spürbar zu.
Fazit und Kosten
Mit einem Basispreis von 44.040 Euro in der Ausstattungslinie „Spirit“ ist der Sportage kein günstiger Einstieg, bietet aber ein umfangreiches Paket inklusive elektrischer Heckklappe, 12,3-Zoll-Panoramadisplay und LED-Scheinwerfern. Die siebenjährige Herstellergarantie bleibt ein starkes Kaufargument für Familien und Vielfahrer, die Wert auf Komfort und Zuverlässigkeit legen.
