Zum Inhalt springen
On Air Festival

Kongress der AfD-Jugend: Forderung nach Schrumpfung auf 60 Millionen Einwohner

Ulrich Siegmund spricht vor Mitgliedern der Generation Deutschland Aktuelle News

Ulrich Siegmund sprach auf dem Kongress der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland.

Auf dem Bundeskongress der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland (GD) haben Parteivertreter weitreichende migrationspolitische Forderungen erhoben. Der GD-Vorsitzende Jean-Pascal Hohm verlangte die millionenfache Ausweisung zugewanderter Menschen.

Hohm erklärte vor den Delegierten, Deutschland müsse das „Land der Deutschen bleiben“. Seine Partei bezeichnete er dabei als „Ausdruck des Lebenswillens unseres Volkes“.

Forderungen nach Bevölkerungsschrumpfung

Der brandenburgische Landtagsabgeordnete Dennis Hohloch wandte sich in seiner Rede gegen den Ausgleich des demografischen Wandels durch Zuwanderung. Deutschland brauche keine 80 Millionen Einwohner, sondern könne auch mit 60 Millionen leben.

Der Europaabgeordnete René Aust plädiert zudem für einen europaweiten Ausbau dieser Maßnahmen und forderte die Errichtung einer sogenannten „Festung Europa“.

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt spricht zu den Mitgliedern der „Generation Deutschland”.
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, spricht zu den Mitgliedern der Generation Deutschland.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft das Konzept der „Remigration“ als verfassungsfeindlich ein. Es ziele auf die Schaffung ethnisch definierter Gesellschaften und die Ausweisung von als fremd deklarierten Bevölkerungsgruppen ab.

Machtanspruch in Sachsen-Anhalt und Berlin

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bezeichnete einen dortigen Wahlsieg als ersten Schritt für eine bundesweite Machtübernahme. Die Partei kämpfe um das gesamte Bundesgebiet.

Kongress der AfD-Jugend: Forderung nach Schrumpfung auf 60 Millionen Einwohner

Sachsen-Anhalts Landesvorsitzender Martin Reichardt griff in seiner Rede vor den rund 300 Delegierten staatliche Institutionen und Medien scharf an und sprach von einem bevorstehenden Ende bestehender politischer Verhältnisse.

Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt schmähte den Staat.
Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt auf der Bühne der Veranstaltung.

Streit um Parteiausschlüsse und Vorgängerorganisation

Auf dem Treffen kam es zu Solidaritätsbekundungen für das ehemalige Vorstandsmitglied Kevin Dorow. Die AfD-Bundesspitze hatte gegen Dorow ein zweijähriges Ämterverbot verhängt, nachdem Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet worden waren.

Der neu gewählte Nachfolger Tim Demuth kritisierte die Parteiführung für diese Maßnahme und bezeichnete sie als Unterdrückung der Parteijugend.

Die Generation Deutschland entstand im November des Vorjahres nach der Auflösung der Jungen Alternative, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden war. Die Sicherheitsbehörden sehen zwischen der aufgelösten Vorgängerorganisation und der neuen Vereinigung eine direkte personelle sowie inhaltliche Kontinuität.