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Kostenfalle Hund: 45 Prozent der Halter zahlen deutlich mehr als geplant

Ein Boxer-Mischling mit seinem Halter Aktuelle News

Ein Boxer-Mischling mit seinem Halter bei einem Spaziergang.

Die Haltung eines Hundes wird für viele Besitzer in Deutschland finanziell zur Überraschung. Laut einer repräsentativen Umfrage der Tierbetreuungs-Plattform Rover geben 45 Prozent der Hundehalter an, dass die realen Ausgaben höher ausfallen als vor der Anschaffung kalkuliert.

Ein Boxer-Mischling mit seinem Halter: Die Kosten für die Hundehaltung werden von vielen Hundehalter:innen unterschätzt.
Ein Boxer-Mischling mit seinem Halter.

Bereits der Einstieg erfordert oft hohe Summen. Bei 52 Prozent der Befragten lagen die gesamten Start- und Anschaffungskosten bei mindestens 500 Euro. Knapp 15 Prozent zahlten für Kauf und Erstausstattung sogar 2.000 Euro oder mehr.

Hohe Einmalkosten direkt zum Start

Die größten Posten zu Beginn der Hundehaltung verteilen sich auf verschiedene Pflichtausgaben:

  • 78 Prozent nennen Kaufpreis oder Schutzgebühr als Hauptausgabe.
  • 72 Prozent investieren direkt in die Erstausstattung wie Leine, Körbchen und Näpfe.
  • 65 Prozent zahlten für erste tierärztliche Untersuchungen.
  • 53 Prozent schlossen unmittelbar eine Tierversicherung ab.
  • 30 Prozent ließen das Tier kastrieren oder sterilisieren, ebenso viele zahlten für den Transport.

Lediglich vier Prozent der Halter kamen zum Start ganz ohne größere Einmalkosten aus.

Monatlicher Grundbedarf im Überblick

Die laufenden Monatskosten variieren spürbar. Während 36 Prozent der Besitzer monatlich zwischen 50 und 100 Euro ausgeben, liegen 26 Prozent bei 100 bis 150 Euro und 18 Prozent bei 150 bis 200 Euro.

Für Futter und Leckerlis zahlt die größte Gruppe (30 Prozent) monatlich 40 bis 60 Euro. Bei Versicherung und Hundesteuer fallen bei 29 Prozent der Befragten 10 bis 20 Euro pro Monat an. Ausgaben für professionelle Betreuung oder Hundeschulen fallen bei über 70 Prozent der Befragten dagegen gar nicht ins Gewicht.

Große Preisunterschiede zwischen den Rassen

Die monatlichen Fixkosten hängen stark von der jeweiligen Hunderasse ab. Bei den beliebtesten Rassen zeigen sich deutliche Abweichungen:

  • Chihuahua: rund 122 Euro pro Monat
  • Mischling: rund 126 Euro pro Monat
  • Deutscher Schäferhund: rund 155 Euro pro Monat
  • Labrador Retriever: rund 163 Euro pro Monat
  • Golden Retriever: rund 167 Euro pro Monat
  • Französische Bulldogge: rund 176 Euro pro Monat

Halter Französischer Bulldoggen zahlen damit im Schnitt 44 Prozent mehr pro Monat als Chihuahua-Besitzer. Auch bei den Tierarztkosten führt die Französische Bulldogge mit durchschnittlich 582 Euro im Jahr das Ranking an.

Ungeplante Tierarztkosten als finanzielles Risiko

Plötzliche Notfälle belasten die Haushaltskasse besonders stark: Bei 26 Prozent der Befragten lag die teuerste unvorhergesehene Ausgabe im vergangenen Jahr bei 1.000 Euro oder mehr. Als Hauptursachen nennen die Halter Krankheiten (41 Prozent), teure Medikamente (31 Prozent) sowie Unfälle (24 Prozent).

Müssen Einsparungen vorgenommen werden, sparen 83 Prozent der Befragten lieber bei eigenen Ausgaben wie Urlaub oder Restaurantbesuchen als beim Hund. Abstriche bei Tierarzt (76 Prozent) oder Futter (84 Prozent) schließen die meisten Halter kategorisch aus.