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Krankenkassen: Jahresbeitrag in den Niederlanden steigt erstmals über 2.000 Euro

Krankenkassen: Jahresbeitrag in den Niederlanden steigt erstmals über 2.000 Euro Aktuelle News

Krankenkassen: Jahresbeitrag in den Niederlanden steigt erstmals über 2.000 Euro

In den Niederlanden klettern die Kosten für die Krankenversicherung auf einen neuen Höchststand. Nach Berechnungen des Vergleichsportals Overstappen.nl wird die durchschnittliche Prämie im kommenden Jahr erstmals die Marke von 2.000 Euro pro Jahr überschreiten.

Monatliche Belastung steigt auf über 170 Euro

Die monatlichen Ausgaben der Versicherten legen damit spürbar zu. Lag der Durchschnittsbeitrag im Jahr 2026 noch bei 159 Euro pro Monat, klettert er im kommenden Jahr auf geschätzte 171,50 Euro monatlich. Das entspricht einer jährlichen Mehrbelastung von rund 150 Euro.

Vor sechs Jahren zahlten Versicherte im Schnitt noch 1.284 Euro jährlich. Nach drastischen Anstiegen in den Jahren 2023 und 2024 fiel das Plus in den vergangenen zwei Jahren mit insgesamt 84 Euro vergleichsweise moderat aus.

Die niederländische Regierung gibt am sogenannten Prinsjesdag eine nominale Rechenprämie als Orientierungswert vor. Die tatsächlichen Monatsbeiträge legen die Versicherer jedoch eigenständig fest – in der Praxis fallen diese regelmäßig höher aus als die staatliche Richtgröße.

Höherer Selbstbehalt vorerst gestoppt

Geplante Änderungen gibt es auch beim gesetzlichen Selbstbehalt (Eigen Risico). Die niederländische Regierung verschiebt die geplante Anhebung von 385 Euro auf 460 Euro auf das Jahr 2028.

Auswirkungen auf die monatliche Prämie

Der Aufschub bringt eine Kehrseite mit sich: Kosten, die nicht über einen höheren Selbstbehalt gedeckt werden, refinanzieren die Versicherer weitgehend über höhere Monatsprämien. Ein finanzieller Vorteil entsteht dadurch vor allem für Haushalte, die ihren jährlichen Selbstbehalt ohnehin nicht voll ausschöpfen.

Der Selbstbehalt liegt seit 2016 unverändert bei 385 Euro pro Jahr. Die Regierung hält trotz des Aufschubs an ihren Plänen fest, den Betrag ab 2028 schrittweise weiter anzuheben, um die Ausgaben im Gesundheitssystem zu kontrollieren.