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Kroatische Küstenstädte gehen hart gegen Strand-Reservierer vor

Leere Strandliegen am kroatischen Meer bei Sonnenaufgang. Aktuelle News

Das Reservieren von Strandplätzen mit Handtüchern sorgt an der Adria für wachsende Spannungen.

Schluss mit der Handtuch-Besetzung

Wer im Urlaub früh morgens nur kurz ein Handtuch auf eine Liege wirft, um den Platz zu sichern, könnte bei seiner Rückkehr eine böse Überraschung erleben. In zahlreichen kroatischen Urlaubsorten greifen die Behörden nun konsequent durch.

Besonders betroffen ist die Stadt Supetar auf der Insel Brač. Bürgermeisterin Ivana Marković hat der Praxis der „Platz-Reservierung“ offiziell den Kampf angesagt. In einer Mitteilung stellt sie klar: „Es ist nicht gestattet, Handtücher, Liegestühle, Sonnenschirme oder andere persönliche Ausrüstung zurückzulassen, um den Platz für eine spätere Nutzung zu reservieren.“

Öffentlicher Raum für alle

Die Entscheidung basiert auf der kroatischen Gesetzgebung. Öffentliche Strände stehen der Allgemeinheit zur Verfügung und müssen jederzeit für alle Badegäste zugänglich bleiben. Mitarbeiter der Stadt Supetar führen daher bereits in den frühen Morgenstunden Kontrollen an den Küstenabschnitten durch.

Das Vorgehen ist stufenweise geregelt: Zunächst erhalten Urlauber einen schriftlichen Hinweis mit einer Frist zur eigenständigen Räumung. Bleibt diese erfolglos, werden die Gegenstände beschlagnahmt. Die Stadt betont, dass diese Kontrollen fortgesetzt werden.

Kroatische Küstenstädte gehen hart gegen Strand-Reservierer vor

Weitere Orte ziehen nach

Supetar ist mit dieser Vorgehensweise kein Einzelfall. Auch in Makarska sowie in der Gemeinde Sveti Filip i Jakov nahe Biograd gehen lokale Behörden und die Polizei gegen die „Liegen-Okkupation“ vor. Hier werden Handtücher und Liegen nach der Beschlagnahmung oft direkt in Mülllastern abtransportiert.

Noch drastischer reagiert die Gemeinde Tučepi: Seit 2024 können für das unbefugte Zurücklassen von Strandequipment Bußgelder in Höhe von 130 Euro verhängt werden.

Für Reisende bedeutet das: Wer den Strand verlässt, muss sein Hab und Gut mitnehmen. Die Zeiten der dauerhaften, unbeaufsichtigten Reservierung sind an vielen kroatischen Stränden endgültig vorbei.